Moderne Literatur

Kent Haruf: Ein Sohn der Stadt

Kent Haruf: Ein Sohn der Stadt

Jemanden wie Jack Burdette gibt es wahrscheinlich in jeder kleineren Stadt. Der Platzhirsch, den jeder kennt, über den jeder etwas sagen kann, der aber deshalb nicht auch zwangsläufig ein Sympathieträger sein muss, jemand, der seine Grenzen austestet und gerne überschreitet, einfach weil er es kann.

mehr lesen
R. Clifton Spargo: Beautiful Fools – Zelda & F. Scott Fitzgerald

R. Clifton Spargo: Beautiful Fools – Zelda & F. Scott Fitzgerald

Die tragische Liebe zwischen F. Scott Fitzgerald und seiner Frau Zelda wurde immer wieder von verschiedenen Autoren thematisiert. Mir fiel zu dem amerikanischen Schriftsteller bisher nur die mehrfach verfilmte Geschichte vom »Großen Gatsby« ein. Über seine Frau Zelda Sayre war mir nichts bekannt. Der Roman von R. Clifton Spargo mit dem Titel »Beautiful Fools – Zelda & F. Scott Fitzgerald«, erschienen im Verlag ebersbach & simon, schließt diese Lücke auf sehr berührende Art und Weise.

mehr lesen
Laurent Binet: Eroberung

Laurent Binet: Eroberung

»Eroberung« ist eine Alternativweltgeschichte. Sie folgt den bekannten Stationen wie der Atlantiküberquerung der Wikinger und den Entdeckungsreisen des Kolumbus, doch nehmen diese historischen Ereignisse bei Binet einen anderen Verlauf. Die Details möchte ich nicht verraten, doch das mächtige Reich der Inkas zerfällt nicht, sondern wird zu einem – wie man heute sagen würde – Global Player.

mehr lesen
Peter Henning: Die Tote von Sant Andreu

Peter Henning: Die Tote von Sant Andreu

Lennart Halm ist die Hauptfigur des 2020 im Transit Buchverlag erschienenen Romans von Peter Henning. Halm arbeitet in Köln als Dozent für kreatives Schreiben. Seine Zwillingsschwester Luise kommt durch einen islamistischen Terroranschlag in Barcelona ums Leben. Lennart Halm fliegt sofort in die katalonische Hauptstadt, um herauszufinden, was wirklich geschehen ist, den Nachlass seiner Schwester zu regeln und ihre Wege nachzuvollziehen.

mehr lesen
Manuela Golz: Sturmvögel

Manuela Golz: Sturmvögel

Beinahe ein ganzes Jahrhundert bildet die Autorin Manuela Golz in ihrem aktuellen Werk »Sturmvögel« ab, das beim DuMont Buchverlag erschienen ist. Von der Geschichte ihrer Großmutter inspiriert gelingt ihr damit das Porträt einer toughen Frau, die ihr Leben selbstbestimmt und auf ihre ganz eigene Art meistert.

mehr lesen
Andreas Kollender: Mr. Crane

Andreas Kollender: Mr. Crane

»Mr. Crane« von Andreas Kollender lässt vom Titel her auf eine Biografie schließen, ist aber ein Roman. Erzählt wird die Geschichte von Elisabeth und ihrer Liebe bzw. Verbundenheit zu zwei Männern. Den einen lernt sie als Krankenschwester im Jahr 1900 kennen. Es ist der amerikanische Schriftsteller Stephen Crane, den es tatsächlich gab und der im Schwarzwald seine Tuberkulose zu bekämpfen versuchte.

mehr lesen
Beth Ann Fennelly, Tom Franklin: Das Meer von Mississippi

Beth Ann Fennelly, Tom Franklin: Das Meer von Mississippi

Die Geschichte spielt im Frühjahr 1927. Monatelange Regenfälle sorgen für den Ausnahmezustand im US-Staat Mississippi. Die Wasserpegel steigen unaufhörlich, und die Dämme sind der Flut nicht mehr gewachsen. Dem Hinterland droht die völlige Überflutung. In einem der bedrohten Orte mit Namen Hobnob Landing verdient Jesse Holliver wegen der herrschenden Prohibition sehr gut. Die Polizei tanzt nach seiner Pfeife und seine Frau Dixie Clay beherrscht die Kunst des Schnapsbrennens wie niemand sonst in der Gegend.

mehr lesen
Arto Paasilinna: Die wundersame Reise einer finnischen Gebetsmühle

Arto Paasilinna: Die wundersame Reise einer finnischen Gebetsmühle

Lakonisch, passiv und betulich wirkt der Schreibstil Arto Paasilinnas in seinem Roman »Die wundersame Reise einer finnischen Gebetsmühle«, und genau damit erzeugt der Finne einen Bruch zum absurden Inhalt, der alles andere als gewöhnlich ist. Aus dieser Fallhöhe berichtet er beinahe naiv von zwei Erfindern, die mit einer eigensinnigen Gebetsmühle im Schlepptau nichts weniger als die Welt verändern.

mehr lesen
Charlie Kaufman: Ameisig

Charlie Kaufman: Ameisig

Charlie Kaufman wurde in den Neunzigern mit dem Drehbuch zu »Being John Malkovich« berühmt. Es folgten die Vorlagen zu einer ganzen Reihe bekannter Filme, denen eines gemeinsam ist, sie sind alle schräg und ungewöhnlich. (…) Nun erschien sein Romandebüt und es ist – wie zu erwarten – schräg und ungewöhnlich.

mehr lesen
Joachim B. Schmidt: Kalmann

Joachim B. Schmidt: Kalmann

Der seit dreizehn Jahren auf Island lebende Autor Joachim B. Schmidt mischte in diesem Buch die klassischen Zutaten für einen Island-Krimi auf ganz besondere Art. Dank seiner »wundersamen« Hauptperson ist »Kalmann« nicht nur ein außergewöhnlicher Kriminalroman, sondern eine ganz eigene berührende Geschichte.

mehr lesen
Franzobel: Das Floß der Medusa

Franzobel: Das Floß der Medusa

Ende Juni 1816 bricht eine kleine Flotte von Frankreich auf, um koloniale Gebiete im Senegal und in Gambia nach dem Sturz Napoleons wieder für die französische Krone in Besitz zu nehmen. Geführt wird das Geschwader von dem total unfähigen, aber adeligen Kapitän des Flaggschiffes Medusa, der damit seine erste Seereise absolviert.

mehr lesen
Géraldine Dalban-Moreynas: An Liebe stirbst du nicht

Géraldine Dalban-Moreynas: An Liebe stirbst du nicht

Jeder, der schon einmal bis über beide Ohren verliebt war, kennt dieses Gefühl. Jeder kennt auch den schmerzvollen Prozess des Sich-wieder-Entliebens. Insofern ist die Geschichte im Romandebüt der französischen Autorin Géraldine Dalban-Moreynas auf den ersten Blick nicht besonders spektakulär.

mehr lesen
Yusuf Yeşilöz: Hochzeitsflug

Yusuf Yeşilöz: Hochzeitsflug

Ich erinnerte mich an einen Satz meines Vaters, den er oft benutzte und der mir meine Situation erklärte: »Dem Schaf geht es um das Leben und dem Metzger ums Fleisch.« Mein Vater sagte diesen Spruch jeweils, wenn ihn jemand hereinlegte oder wenn er sich ausgenützt fühlte. Jetzt passte er zu meiner...

mehr lesen
Alexander Osang: Fast hell

Alexander Osang: Fast hell

»Ich hatte Angst vor Verlust und Angst vor Anpassung, immer abwechselnd. Angst davor Ostdeutscher zu bleiben, Angst davor, Westdeutscher zu werden.« Als ich meine journalistische Tätigkeit vor dreißig Jahren begann, habe ich neben regelmäßigen Konsultationen bei meiner Mentorin Feuilletons,...

mehr lesen
Wolf Haas: Junger Mann

Wolf Haas: Junger Mann

Wolf Haas kann mehr als nur den Brenner, und »Junger Mann« ist sein vierter literarischer Ausflug jenseits des österreichisch-schwarzhumorigen Ermittlers. Während man sofort von Haas‘ typischem und einzigartigen Schreibstil gefesselt ist, braucht es jedoch einige Zeit, sich mit dem Inhalt...

mehr lesen
Andrea Bartz: Flashback

Andrea Bartz: Flashback

Lindsay hat in ihrer Jugend hart gefeiert und so mache Party endete mit einem Blackout. An einem dieser Morgen danach ist etwas Schreckliches geschehen: Während alle feierten, hat sich ihre beste Freundin Edie wenige Stockwerke tiefer erschossen. Zehn Jahre später hat Lindsay mit diesem Leben...

mehr lesen
Benedict Wells: Hard Land

Benedict Wells: Hard Land

Sam ist fünfzehn, an sich schon ein schwieriges Alter. Noch schwieriger jedoch, wenn man Mitte der Achtziger Jahre in einem kleinen Kaff im amerikanischen Nirgendwo sein Dasein fristen muss. Damit aber leider nicht genug. Sam ist zu allem Überfluss auch noch ein Außenseiter wie er im Buche steht....

mehr lesen