Moderne Literatur

Lauren Groff: Die Monster von Templeton

Lauren Groff: Die Monster von Templeton

Eins vorweg: Dies ist kein Horrorroman (auch wenn der Titel möglicherweise etwas anderes suggeriert), es ist – im besten Sinne – eine Familienchronik, die mehrere Jahrhunderte umspannt. Wilhelmina »Willie« Upton, Spross einer legendären, alteingesessenen Familie der Stadt Templeton (nicht minder...

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Norbert Zähringer: Wo wir waren

Norbert Zähringer: Wo wir waren

Nach seiner »Bekehrung« hatte es der Schleicher vom Vorarbeiter über den Jauchegrubenkommandeur bis zum Schlafsaalaufseher gebracht. Aber warum er dann ausgerechnet ihn, der ja noch ein Pimpf war, zu seinem Vertrauten gewählt hatte, blieb ihm lange ein Rätsel. Vielleicht, weil er wie der...

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Charles Lewinsky: Der Stotterer

Charles Lewinsky: Der Stotterer

Sie wissen, wie gern ich Schopenhauer zitiere. »Die Wahrheit«, hat er einmal gesagt, »ist eine spröde Schöne.« Wer schreibt, versucht die Schönheit an den Mann zu bringen, als ihr Heiratsvermittler oder, wenn ich mit dem Wort nicht Ihre Gefühle verletze, als ihr Zuhälter. Wenn es nötig ist, sie...

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Giulia Becker: Das Leben ist eins der Härtesten

Giulia Becker: Das Leben ist eins der Härtesten

Ende Januar bin ich mit ein paar Freund*innen auf dem Weg in die Hannoversche Swiss Life Hall, um mein Geburtstagsgeschenk einzulösen: Böhmi in Concert. Der Moderator des Neo Magazin Royale, Jan Böhmermann, tourte für ein paar Monate quer durch die Republik und sorgte mit politischen Musikeinlagen...

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Michael Kumpfmüller: Tage mit Ora

Michael Kumpfmüller: Tage mit Ora

Das Wort Wonne kam mir in den Sinn. Ora, meine Wonne. Wie aus dem nichts war da dieses Wort. Es klang nach den Unbedingtheiten des Mittelalters, nach durchgeknallten Gottessuchern und Spinnern jeglicher Schattierung, etwas, das es seit Ewigkeiten nicht mehr gab, nur noch als Wort, aber siehe, hier...

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Bela B. Felsenheimer: Scharnow

Bela B. Felsenheimer: Scharnow

Aus dem Nichts traf ihn plötzlich ein Schlag. Von dem Buch abgelenkt, war er beim Greifen nach dem gerösteten Brot mit den Fingern an das Metallgehäuse des schlecht isolierten Toasters gekommen. Begünstigt durch das barfüßige Schlurfen auf der Kunststoffauslegeware und die trockene Luft in seiner...

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Hilmar Klute: Was dann nachher so schön fliegt

Hilmar Klute: Was dann nachher so schön fliegt

Hilmar Klute ist eigentlich dafür bekannt, Texte für die Süddeutsche zu schreiben. Nun hat er sich an ein größeres Projekt herangewagt: den Roman »Was dann nachher so schön fliegt«. Das Buch handelt von einem jungen Mann in den 1980ern, der gerade seinen Zivildienst leistet und nebenher versucht,...

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Joey Goebel: Irgendwann wird es gut

Joey Goebel: Irgendwann wird es gut

Willkommen in Moberly, einem kleinen Kaff in Kentucky. Die in diesem Buch versammelten zehn Geschichten werfen ihr Schlaglicht auf zehn verschiedene Einwohner dieser kleinen Stadt, denen allen eines gemeinsam ist: sie alle leiden an einer Form von Einsamkeit, die sich auf unterschiedliche Art und...

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Rocko Schamoni: Große Freiheit

Rocko Schamoni: Große Freiheit

1950 haut Wolfgang Köhler von zu Hause ab. Morgens um fünf hat er seine Sachen gepackt, ist über die Hauptstraße vor dem Haus gelaufen und hat den Bus nach Chemnitz genommen. Ist vorbeigefahren an Vaters Schlossereibetrieb, nie wieder in diese verdammte graue Garage. Das nervige Geschrei vom...

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Julia Weber: Immer ist alles schön

Julia Weber: Immer ist alles schön

»Manchmal denke ich, dass Mutter zu groß, zu blond und zu lebendig ist, dann tut es mir leid. Manchmal wünsche ich mir eine Mutter mit mattem Haar, zerknitterter Schürze, sanften, müden Augen. Manchmal vermisse ich Mutter, obwohl sie da ist, und manchmal habe ich das Gefühl, sie sitzt in mir...

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Marcus Imbsweiler: Fjørdmusik

Marcus Imbsweiler: Fjørdmusik

»Ob es eine gute Probe ist, weiß ich nicht, es ist auf jeden Fall eine ereignisreiche. Irgendwann will Puppe noch mal eine Stelle aus dem ersten Satz hören, den Übergang von der langen Solopassage zum folgenden Abschnitt. Irina stürzt sich also in ihre halsbrecherischen Läufe, es knirscht und...

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John Niven: Kill ’em all

John Niven: Kill ’em all

Wenn sie keine Platten verkaufen – ist es ein Albtraum. Wenn sie viele Platten verkaufen – ist es ein völlig anderer Albtraum. Weil diese Deppen, diese Handelsvertreter mit Hauptschulabschluss, diese Missgeburten mit ihren gähnend leeren Hohlbirnen, dann urplötzlich meinen, die Tatsache, dass ein...

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T.C. Boyle: Das Licht

T.C. Boyle: Das Licht

Unser Bücherblog wortmax.de ist einst aus der Fan-Website www.tcboyle.de hervorgegangen. Als Betreiber der beiden Websites könnten böse Zungen mir bei der Vorstellung eines neuen Romans von T.C. Boyle Befangenheit unterstellen und behaupten, ich fände kritiklos jedes Buch des gefeierten...

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Christoph Steckelbruck: Der gefangene Sommer

Christoph Steckelbruck: Der gefangene Sommer

Sie war schön, wirklich schön in Antons Augen. Und sie war tot. Jedenfalls wurde das in dem begleitenden Artikel kaum in Zweifel gezogen. Er legte seinen Kopf auf ihr gedrucktes Gesicht, roch den Duft der Druckfarben und schlief ein. Sommerlich tanzendes Licht durchdrang seinen Traum. An mehr...

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Takis Würger: Stella

Takis Würger: Stella

Hätten Sie zu Stella gehalten? Mit dieser Frage stellte der Hanser Verlag kürzlich den neuen Roman von Takis Würger vor. Lässt sie sich aus der Sicht eines begnadet Spätgeborenen beantworten? Dies ist wohl ebenso schwer möglich, wie der Holocaust begreifbar ist, wenn man ihn allein mit Zahlen und...

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Benedict Wells: Die Wahrheit über das Lügen

Benedict Wells: Die Wahrheit über das Lügen

Benedict Wells betrachtet seinen Kurzgeschichtenband als ein literarisches Mixtape (das waren früher diese selbst zusammengestellten Musikkassetten - die Prä-Internet-Generation wird sich gerne mit verklärtem Blick daran erinnern) und nach der Lektüre seines Buches kann ich nur sagen: Mission...

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Thomas Klupp: Wie ich fälschte, log und Gutes tat

Thomas Klupp: Wie ich fälschte, log und Gutes tat

Benedikt Jäger ist ein ganz normaler Jugendlicher. Er geht zur Schule, spielt leidenschaftlich gern Tennis, verbringt viel Zeit mit seinen Freunden und testet gelegentlich seine Grenzen aus. So weit, so gut. Auch der Ort, in dem er lebt, hat nicht so viel zu bieten. Weder klein, noch groß, weder...

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Gregoire Delacourt: Das Leuchten in mir

Gregoire Delacourt: Das Leuchten in mir

Schlägt man einen Roman des französischen Schriftstellers Gregoire Delacourt auf, so entfaltet sich sofort ein Gefühl von ganz besonderer Literatur. Das hat er in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, und auch die deutschsprachige Fassung seines neuesten Romans »Das Leuchten in mir« steht dem nicht...

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