Beiträge von Mariel Reichard

Das Känguru ist wieder da! Endlich wieder Humor á la Marc-Uwe Kling und dazu braucht es nicht mehr, als ein kommunistisches Beuteltier, einen Kleinkünstler und ein bisschen Frechheit. Es geht um Geschäftsideen, Tekhnítephobie, Entscheidungsmomente und die üblichen Schwächen zwischenmenschlicher Kommunikation. Es wird sich beschwert über Fake News, Nazis und Verfassungsschutz, Ausbeutung und die SPD. Es finden Spieleabende statt, Diskussionen und…

Henning ist Vater von zwei Kindern, verheiratet und macht zurzeit mit seiner Familie Urlaub auf Lanzarote. Kurz vor Weihnachten überfiel ihn die Idee während der Feiertage in den Süden zu fahren, um dem deutschen Winterwetter für einige Zeit zu entgehen. Nun ist Weihnachten vorbei, Silvester ebenso, und um das neue Jahr gleich mit einem guten Vorsatz zu beginnen, will er…

Erzählt wird die Geschichte einer Familie, die vom Balkan nach Zürich migriert ist. Die beiden Schwestern Ildikó und Nomi wachsen in zwei Gesellschaften auf, die innerhalb eines Kontinents wohl kaum unterschiedlicher sein könnten. Auf der einen Seite steht ihre Kindheit in der Vojvodina (heutiges Serbien) mit ihrer liebevollen Großmutter, vielen Tieren und einer umfangreichen Verwandtschaft. Die ganze Region ist immer…

Vor ein paar Tagen veröffentlichte die Wochenzeitung Die Zeit einen Kanon mit 100 Persönlichkeiten, die man kennen sollte - mit über 90 Männern vergaß die Zeitung dabei leider, dass es mehr als ein Geschlecht gibt. Diesen misslichen Umstand nahm Der Spiegel daraufhin zum Anlass, einen Kanon mit 100 Frauen zu erstellen, die man kennen sollte. Der Artikel ist nicht nur…

Wie unterscheidet sich die Kindheit eines Kanzlersohns von der eines anderen Kindes? Diese Frage stelle ich mir, als ich das kleine Buch von Matthias Brandt zur Hand nehme. Die Antwort: eigentlich kaum. Was Brandt hier beschreibt, sind nicht die besonderen Ereignisse oder Anlässe, die ihm als Kanzlersohn zuteil wurden, sondern einfache Kindheitserinnerungen, die uns allen vertraut vorkommen werden: der Tod…

»Dazwischen: Ich« erzählt die Geschichte des Mädchens Madina, das mit seiner Familie vor Krieg und Gewalt geflohen ist und ein neues Leben anfangen will. Doch die Bilder der Vergangenheit holen sie immer wieder ein: ihre Oma, die nicht mitkommen konnte und immer noch im Kriegsgebiet lebt, ihre Freundin, die vor ihren Augen gestorben ist und die vielen, vielen Verletzten, um…

Moment, John Green? Ist das nicht dieser amerikanische Jugendbuchautor, der diese Krebsgeschichte geschrieben hat? Und wie passt das jetzt zu wortmax? Um solchen Fragen vorzubeugen: John Green kann man in der Pubertät genauso gut lesen, wie in den Wechseljahren und »Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken« würde ich grundsätzlich jeder Altersklasse ans Herz legen. Die Rahmenhandlung ist schnell erzählt und tatsächlich…

Auf einer Insel in Indonesien steht eine kleine Schule. Das Gebäude sieht aus, als würde es bald in sich zusammenfallen und wird im Grunde nur noch durch einen Pfeiler getragen. Es ist eine Armenschule, denn obwohl die Insel sehr reich ist, gibt es dort auch viele, die gar nichts haben. Zwei Menschen haben es zu ihrer obersten Pflicht erklärt, den…

Roger Willemsen plante ein Buch mit dem Titel »Wer wir waren« zu schreiben, doch dieses Buch ist aufgrund seines Todes im Februar 2016 nie erschienen. Was jedoch blieb, war eine Zukunftsrede, die er bei seinem letzten öffentlichen Auftritt gehalten hat. Diese Rede lässt nur erahnen, welche Wege er eingeschlagen hätte und lässt sich doch als seine letzte Botschaft lesen. Auf…

Alle, die dieses Buch gelesen haben, werden verstehen, wieso es mir schwerfällt, den Inhalt zusammenzufassen. Dies wäre vermutlich die einfachste Variante: Der Roman handelt von einem Mädchen aus dem größten Slum Südafrikas, das über Umwege nach Schweden gelangt und dort 20 Jahre lang auf eine Atombombe aufpasst, die sie nie haben wollte und die es auch nicht geben sollte. In…

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