Vor ein paar Tagen veröffentlichte die Wochenzeitung Die Zeit einen Kanon mit 100 Persönlichkeiten, die man kennen sollte – mit über 90 Männern vergaß die Zeitung dabei leider, dass es mehr als ein Geschlecht gibt. Diesen misslichen Umstand nahm Der Spiegel daraufhin zum Anlass, einen Kanon mit 100 Frauen zu erstellen, die man kennen sollte. Der Artikel ist nicht nur sehr lesenswert, sondern hat auch viel Unterstützung gefunden. Während sich Die Zeit nun freut, dass »die Idee aufgegriffen und die Debatte angeregt wurde«, melden sich immer mehr Menschen zu Wort, die erzählen, welche Frauen sie geprägt haben.

Um mich dieser Idee anzuschließen, präsentiere ich hier nun elf Bücher, deren Autorinnen ganz besonders fantastische Arbeit geleistet haben.


Chimamanda Ngozi Adichie: AmericanahChimamanda Ngozi Adichie: Americanah
S. Fischer Verlag 2014 | 604 Seiten | Jetzt bestellen

Eines meiner Lieblingsbücher. Es setzt sich mit Rassismus und Feminismus auseinander, trifft genau den richtigen Ton und erzählt gleichzeitig eine spannende Geschichte.

 


Harper Lee: Wer die Nachtigall störtHarper Lee: Wer die Nachtigall stört
Rowohlt 2016 (5. Auflage) | 464 Seiten | Jetzt bestellen

Natürlich ein Klassiker, aber auch zu Recht! Die Gleichheit aller Menschen und das Streben nach Gerechtigkeit sind Themen, die wohl immer aktuell bleiben werden. Mit der kleinen Scout hat der Roman zusätzlich eine intelligente und faszinierende Protagonistin.


Waris Dirie: WüstenblumeWaris Dirie: Wüstenblume
Droemer Knaur 2007 | 348 Seiten | Jetzt bestellen

Der autobiographische Roman erzählt eine unglaubliche Geschichte. Die lange Reise der Waris Dirie und ihr Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung sind zutiefst schockierend, aber auch bewundernswert und ein Muss in jedem Bücherregal!


J.K. Rowling: Harry PotterJ.K. Rowling: Harry Potter und der Feuerkelch
Carlsen 2008 | 767 Seiten | Jetzt bestellen

Das Hogwarts-Universum hat vor Kurzem sein 20-jähriges Jubiläum gefeiert und der Hype ist ungebrochen. Hier exemplarisch der vierte Teil, wobei ich persönlich ja den 5. Teil (»Harry Potter und der Orden des Phönix«) am besten finde. Egal, in welchem Alter: Harry Potter geht immer!


Anna Kuschnarowa: Kinshasa DreamsAnna Kuschnarowa: Kinshasa Dreams
Beltz Verlag 2012 | 382 Seiten | Jetzt bestellen

Die Fluchtgeschichte von Jengo aus Kinshasa nach Frankreich steht exemplarisch für eine ganze Reihe wichtiger Bücher zu diesem Thema. 2014 ausgezeichnet mit dem Friedrich-Gerstäcker-Preis ist es nach wie vor eine Empfehlung an alle Jugendlichen.


Julya Rabinowich: Dazwischen: IchJulya Rabinowich: Dazwischen: Ich
Hanser 2016 | 256 Seiten | Jetzt bestellen

In den letzten Wochen oft besprochen und doch nicht genug: Die Geschichte des 15-jährigen Mädchens Madina, das zwischen zwei Welten steht und schon viel zu viel für ihr junges Alter erlebt hat. Ebenfalls eine Jugendbuchempfehlung.

 


Juli Zeh: Corpus Delicti. Ein ProzessJuli Zeh: Corpus Delicti. Ein Prozess
btb 2010 (4. Auflage) | 269 Seiten | Jetzt bestellen

»Corpus Delicti« von Juli Zeh ist mehr als eine Warnung vor totalitären Systemen. Der Roman appelliert an die Menschheit, nicht den Drang nach Freiheit und unabhängigen Entscheidungen zu verlieren und das kritische Denken nicht den anderen zu überlassen. Das Buch lässt sich leicht und schnell lesen und vermittelt zugleich eine tiefgreifende Botschaft.


Cornelia Funke: TintenherzCornelia Funke: Tintenherz
Oettinger 2010 (8. Auflage) | 574 Seiten | Jetzt bestellen

Die Tintenherz-Trilogie ist einfach nur schön. Die Geschichte von Maggie ist tolles Lesefutter und in meinen Augen die beste von Cornelia Funke, die sich mit ihren Büchern ein Denkmal in der deutschen Kinder- und Jugendliteratur gesetzt hat.

 


Jane Austen: Stolz und VorurteilJane Austen: Stolz und Vorurteil
Reclam Taschenbuch 2016 | 480 Seiten | Jetzt bestellen

Jane Austen ist wohl eine der größten Schriftstellerinnen ihrer Zeit. »Stolz und Vorurteil« ist nicht nur ihr berühmtester Roman, sondern steht symbolisch für das Leben einer Frau, die sich gegen die gesellschaftlichen Sitten zur Wehr setzte und sich einen Namen in der Literaturgeschichte machte.


Emily Brontë: SturmhöheEmily Brontë: Sturmhöhe
dtv 2018 | 496 Seiten | Jetzt bestellen

Ähnlich wie Jane Austen setzte auch Emily Brontë ein Denkmal. Sie schrieb zwar nur einen großen Roman, doch gilt dieser als Klassiker der englischen Literaur und wird wohl unvergessen bleiben. Hier vorgestellt: das gerade erst veröffentlichte Taschenbuch in der Neuübersetzung von Wolfgang Schlüter aus dem Jahr 2016.


Astrid Lindgren: Pippi LangstrumpfAstrid Lindgren: Pippi Langstrumpf
Oettinger 2008 | 142 Seiten | Jetzt bestellen

Und wer fehlt noch? Astird Lindgren natürlich. Sei es der Michel, die Kinder von Bullerbü oder eben Pippi Langstrumpf. Die schwedischen Kindergeschichten sind absolute Klassiker und hoffentlich werden noch viele Generationen nach uns von dem starken Mädchen mit dem Affen und dem Pferd erfahren.


Natürlich ist das nur eine kleine Auswahl und ich hätte noch viele weitere Bücher aufzählen können. Hier habe ich versucht, eine bunte Mischung zusammenzustellen. Wenn Ihr Ergänzungen habt, schreibt sie gern in die Kommentare!

 

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