Moderne Literatur

Ottessa Moshfegh: Lapvona

Ottessa Moshfegh: Lapvona

Der Roman schildert ein Jahr im mittelalterlichen Lapvona, geprägt von Dürre, Hungersnot und Überschwemmungen. »Lapvona« ist brillant geschrieben. Die Sätze sind auf den Punkt und häufig blitzt äußerst schwarzer Humor auf. Aber in seiner niederschmetternden Düsternis und Hoffnungslosigkeit ist die Geschichte kaum zu ertragen. Und das muss man als Autor*in erstmal hinkriegen.

mehr lesen
Karine Tuil: Diese eine Entscheidung

Karine Tuil: Diese eine Entscheidung

Im Mittelpunkt dieses Buches steht die Untersuchungsrichterin Alma Revel, die in der Abteilung für Terrorismusabwehr im Pariser Justizpalast arbeitet. Sie verhört Terrorverdächtige, schaut sich Beweismaterial an und ordnet es ein, befragt Angehörige von Tätern und Verdächtigen und spricht mit Angehörigen von Opfern. (…) Während der Lektüre werden unweigerlich die Bilder der Anschläge auf Charlie Hebdo oder im Bataclan 2015 wieder lebendig.

mehr lesen
Percival Everett: Die Bäume

Percival Everett: Die Bäume

Die Südstaaten der USA zu Beginn des 21. Jahrhunderts: In der Kleinstadt Money werden mehrere grausam verstümmelte Leichen gefunden, die aneinander gefesselt wurden. Stadtbekannte White-Trash-Rüpel und ein unbekannter Schwarzer, dessen Leiche kurz darauf verschwindet. (…) Zwei Dinge zeichnen diesen Roman aus: die wunderbar lakonischen und wirklich witzigen Dialoge und die absolute Unvorhersehbarkeit der skurrilen Geschichte.

mehr lesen
Claude McKay: Banana Bottom

Claude McKay: Banana Bottom

Der jamaikanische Autor Festus Claudius »Claude« McKay gehört zu den frühesten Vertretern der Harlem Renaissance. (…) In seinen Romanen und Kurzgeschichten thematisierte er das Leben der notleidenden Bevölkerung in seinem Heimatland und in New York und verarbeitete seine eigenen Erfahrungen mit Diskriminierung und Armut.

mehr lesen
Michael Kumpfmüller: Mischa und der Meister

Michael Kumpfmüller: Mischa und der Meister

In der Vergangenheit setzte sich der Autor Michael Kumpfmüller in seinen Romanen mit berühmten Kolleg*innen auseinander – in »Die Herrlichkeit des Lebens« schwor er das letzte Lebensjahr von Franz Kafka herauf, in »Ach, Virginia« schuf er ein literarisches Porträt über Virginia Woolf auf kleinstem Raum. Sein aktueller Roman »Mischa und der Meister« ist nicht nur eine Hommage an den russischen Schriftsteller Michail Afanassjewitsch Bulgakow, sondern auch an die gesamte russische Literatur.

mehr lesen
Chuck Palahniuk: Jetzt bist du dran!

Chuck Palahniuk: Jetzt bist du dran!

Keine heilige Kuh, der Chuck Palahniuk nicht mit einem Bolzenschussgerät nachsetzt. Das ist oft völlig irrwitzig, aber leider nur minimal übertrieben. Der Ideenreichtum, die satirische Überspitzung, der Sarkasmus und die intelligente Analyse machen aus dem »Jetzt bist du dran!« ein echtes Vergnügen.

mehr lesen
Peter Heller: Die Lodge

Peter Heller: Die Lodge

Peter Heller spannt den Bogen in seinem Roman von einer friedvollen Anglerszenerie bis hin zum Thriller-Konstrukt in Cowboy-Manier (…). Auch wenn einem die Handlung und das Verhalten der Protagonisten hier und da inkonsequent erscheint, hat man Spaß beim Lesen dieser Geschichte. Der Autor versteht es, Spannung aufzubauen.

mehr lesen
Susanne Thomas: In Zeiten des Tulpenwahns

Susanne Thomas: In Zeiten des Tulpenwahns

Im Februar 1637 platzte die erste Spekulationsblase der Wirtschaftsgeschichte und der Markt brach schlagartig zusammen. Viele Händler verloren daraufhin ihre Lebensgrundlage, weil sie in die Tulpe als sichere Wertanlage investiert hatten. Einer von ihnen ist Susanne Thomas‘ Protagonist Nicolaes Verbeeck.

mehr lesen
Juliet Blackwell: Das Karussell der verlorenen Träume

Juliet Blackwell: Das Karussell der verlorenen Träume

Der Roman »Das Karussell der verlorenen Träume« von Juliet Blackwell erzählt die Geschichte der Fotografin Cady aus Kalifornien, genauer gesagt, von ihrer Suche nach dem Hersteller des Kaninchens Gus. Gus ist ein Karussellkaninchen und hatte vor vielen Jahren seine Runden auf einem Karussell gedreht.

mehr lesen
Florian Knöppler: Habichtland

Florian Knöppler: Habichtland

»Habichtland« von Florian Knöppler ist der Nachfolger seines Romans »Kronsnest«, eine konsequente Fortsetzung der Familiensaga einige Jahre später. Die Jahre sind vergangen, die Nazi-Clique hat sich etabliert und seit zwei Jahren tobt der Krieg. Deutschland steht im Jahre 1941 kurz vor seinem Einmarsch in Russland. Die Hauptfiguren Hannes und Lisa sind inzwischen verheiratet und haben Kinder.

mehr lesen
Gary Shteyngart: Landpartie

Gary Shteyngart: Landpartie

Das Buch zur Pandemie, auch wenn Corona nur den äußeren Rahmen absteckt. Acht Menschen werden an einem idyllischen Ort am Hudson River in eine sechsmonatige Isolation gezwungen. (…) Gary Shteyngart führt anhand seines Personals den kompletten Irrsinn des modernen Lebens vor.

mehr lesen
Philipp Blom: Diebe des Lichts

Philipp Blom: Diebe des Lichts

In seinem ersten historischen Roman entführt der in Wien lebende deutsche Schriftsteller, Historiker, Journalist und Übersetzer Philipp Blom seine Leser*Innen in das 16. Jahrhundert. Einem bildenden Künstler gleich entwirft er ein opulentes Bild während der Zeit der großen italienischen Renaissance-Maler.

mehr lesen
Jan Weiler: Der Markisenmann

Jan Weiler: Der Markisenmann

»Der Markisenmann« ist eine Vater-Tochter-Geschichte voller Melancholie und Herzlichkeit. Die Komik kommt nicht zu kurz, denn viele der Verkaufsgespräche sind einfach köstlich. Vor allem aber rührt das Schicksal des Roland Papen bis zum bittersüßen Ende. Einfach schön.

mehr lesen
Veronika Peters: Das Herz von Paris

Veronika Peters: Das Herz von Paris

Die Lektüre des Romans »Das Herz von Paris« von Veronika Peters entführt ins Paris der 1920er Jahre, mitten ins Quartier Latin, in die Buchhandlung Shakespeare & Company. Ein Buch also für Paris-Liebhaber, die gerne in Gedanken durch die Straßen und Gassen und über die Boulevards der französischen Hauptstadt spazieren.

mehr lesen
Quentin Tarantino: Es war einmal in Hollywood

Quentin Tarantino: Es war einmal in Hollywood

Bei »Es war einmal in Hollywood« handelt es sich nicht einfach nur um eine Nacherzählung der Filmhandlung in ausgeschmückter Form. Wer den Roman zuerst liest, wird wahrscheinlich enttäuscht sein, denn ihm fehlt ein roter Faden, den der Film darstellt. Stattdessen wird die Vergangenheit der Protagonisten genauer beleuchtet, besonders die des Stuntmans Cliff Booth.

mehr lesen
Dinah Marte Golch: Die andere Tochter

Dinah Marte Golch: Die andere Tochter

Mit ihrem Roman »Die andere Tochter« ist Dinah Marte Golch ein spannendes Familiendrama gelungen, das trotz seiner Vielschichtigkeit Platz für eigene Reflexionen lässt. Es zeigt unter anderem den Einfluss der Vergangenheit auf die Gegenwart und deren Wirkung auf nachfolgende Generationen.

mehr lesen
Daniel Wisser: Die erfundene Frau

Daniel Wisser: Die erfundene Frau

Zweiundzwanzig Geschichten auf 240 Seiten. Groß gesetzt und häufig mit Leerseite vor der nächsten Geschichte. Nicht viel Text für die einzelnen Geschichten und trotzdem gelingt es dem Autor mit jeder von ihnen, eine eigene kleine Welt zu erschaffen, in die der Leser kurz hineinblicken darf.

mehr lesen