Moderne Literatur

Bernhard Jaumann: Die Augen der Medusa

Bernhard Jaumann: Die Augen der Medusa

Montesecco ist ein kleines, sterbendes Dorf in Italien. Von ursprünglich achthundert Bewohnern sind nur fünfundzwanzig geblieben. Meist starrköpfige Alte, die sich weigern, den Ort aufzugeben. Wenn jemand sie fragte, was sie in diesem toten Kaff halte, zuckten sie nur die Achseln und dachten, dass...

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Wallace Stegner: Angle of Repose

Wallace Stegner: Angle of Repose

How do I know what you should do? You'll do what you think you want to do, or what you think you ought to do. If you're very lucky, luckier than anybody I know, the two will coincide. »Angle of Repose« ist ein Western der besonderen Art. Aus der Perspektive von Lyman Ward, einem älteren, invaliden...

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Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon

Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon

Manchmal fürchtet man sich vor etwas, weil man sich vor etwas anderem fürchtet. Raimund Gregorius, genannt Mundus, ist mit Leib und Seele Gymnasiallehrer für Latein, Griechisch und Hebräisch. Niemand kennt sich in den alten Sprachen und Texten so gut aus wie er, nie macht er einen Fehler und bei...

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Anna Cypra Oliver: Assembling My Father

Anna Cypra Oliver: Assembling My Father

»I think you knew my father?« A pause. »What was his name?« »Lewis Weinberger.« Another brief pause, an intake of breath. »I did,« Lee Driver says. »I understand that you saw him the day before he died?« I ask. »I was living in the same house,« Lee says. »I had to clean up the mess.« The intake of...

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Martin Suter: Die dunkle Seite des Mondes

Martin Suter: Die dunkle Seite des Mondes

In einer langatmigen Abhandlung über die chemische Zusammensetzung von psilocybinhaltigen Pilzen fand er einen Hinweis auf MAOHS. Es handelte sich dabei um Stoffe, die zweierlei bewirkten: Erstens setzten sie die Enzyme außer Gefecht, die die Aminosäuren - und damit die meisten Drogen im Körper -...

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Ilija Trojanow: Der Weltensammler

Ilija Trojanow: Der Weltensammler

Den Horizont, dem er viele Stunden entgegenritt, wähnte er voller Verheißung, seine Sinne von Luft und Bewegung angeregt, geschärft wie ein Messer. Die Wüste war versehrtes Terrain, eine rauhe Ruine, die Erhebungen zerfurcht wie Walnussschalen, doch sie beflügelte Sheikh Abdulah, der sich am...

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Don DeLillo: Underworld

Don DeLillo: Underworld

I'll tell you what I long for, the days of disarray, when I didn't give a damn or a fuck or a farthing. ... I long for the days of disorder. I want them back, the days when I was alive on the earth, rippling in the quick of my skin, heedless and real. I was dumb-muscled and angry and real. This is...

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José Saramago: Die Stadt der Blinden

José Saramago: Die Stadt der Blinden

Die Blinden auf den Pritschen warteten darauf, dass der Schlaf Mitleid hatte mit ihrer Trostlosigkeit. Unauffällig, als könnten die anderen dem elenden Schauspiel zusehen, hatte die Frau ihrem Mann geholfen, sich so gut wie möglich zu säubern. Jetzt herrschte ein schmerzerfülltes Schweigen im...

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Cormac McCarthy: Blood Meridian

Cormac McCarthy: Blood Meridian

Loose strands of ambercolored kelp lay in a rubbery wrack at the tideline. A dead seal. Beyond the inner bay part of a reef in a thin line like something foundered there on which the sea was teething. He squatted in the sand and watched the sun on the hammered face of the water. Out there island...

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Martin Walser: Ein liebender Mann

Martin Walser: Ein liebender Mann

Er stand im Ankleidezimmer vor dem raumhohen Spiegel. Die sechs Lampen links und rechts spendeten wieder das günstigste Licht. Er konnte den nackten Mann in diesem Spiegel nicht abstoßend oder nur im mindesten ekelerregend finden. Er konnte sich nicht wehren gegen eine Art Zärtlichkeitsempfindung,...

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Mary Lawson: Crow Lake

Mary Lawson: Crow Lake

I am not from a background where people talk about problems in their relationships. If someone does or says something that upsets you, you don't say so. Maybe it's another Presbyterian thing; if the Eleventh Commandment is Thou Shalt Not Emote, the Twelfth is Thou Shalt Not Admit to Being Upset,...

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Gillian Bradshaw: Cleopatra’s Heir

Gillian Bradshaw: Cleopatra’s Heir

I'm not »enough«, not good enough or wise enough or strong enough. They reverence what I'm supposed to be, but me ... the me that is here, now, talking to you - they don't even see. If I do something that makes them notice me - like have a seizure, or fail - then they're embarrassed, and they try...

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Mary Lawson: The Other Side of the Bridge

Mary Lawson: The Other Side of the Bridge

The thought came into his mind - not drifting gently in but appearing suddenly, fully formed, like a cold hard round little pebble - that Jake hated him. The thought had never occurred to him before but suddenly, there it was. Though he couldn't imagine a reason. Surely he was the one who should...

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DBC Pierre: Bunny und Blair

DBC Pierre: Bunny und Blair

In ihrem ersten Dezember als Individuen gehörten die Zwillinge zu einer Reihe von Heimbewohnern, die man für vier Wochen in der freien Wildbahn aussetzte. Man schickte sie nach London. Diese Entlassung ging mit einer letzten Welle von Privatisierungen einher, die das Albion-Heim – Englands letzte...

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Julien Green: Erinnerungen an glückliche Tage

Julien Green: Erinnerungen an glückliche Tage

Vor allem konnte ich mich nie wieder ›zum ersten Mal‹ glücklich fühlen; je älter ich wurde, desto mehr wurde das Glück zu etwas, wonach ich strebte, weil ich es gekostet hatte und mehr davon wollte; die Überraschung war für immer verschwunden. In seinen »Erinnerungen an glückliche Tage« beschreibt...

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Harry Crews: Der Fluch

Harry Crews: Der Fluch

Und ich konnte nur versuchen, ihrem Vater zu erzählen, dass seine Kinder versuchten mich umzubringen. Am Abendbrottisch oder wenn er hereinkam, um uns einen Gute-Nacht-Kuss zu geben, schüttelte ich meinen Kopf und versuchte mein Bestes um mit meinen Fingern etwas zu buchstabieren, das er verstehen...

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Jörn Brien: Szenen einer Großstadtjugend

Jörn Brien: Szenen einer Großstadtjugend

Die Wende ist Geschichte und die, die den fließenden Übergang vom Kind zum Erwachsenen noch nicht ganz hinter sich haben, müssen sich neu orientieren. Dirk, Harald (Harke), Steffi, Bernd (Berntje) und Susi symbolisieren eine Generation, die an der Schwelle zu etwas Neuem steht. Dabei will das...

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