Moderne Literatur
Haruki Murakami: Afterdark
Wer Murakami kennt, weiß, auf was er sich einstellen kann: postmoderne Erzählszenarien, reale Fiktionen, fiktionale Realitäten. Murakamis bewusst nüchtern gehaltene Sprache zieht den Leser kunstvoll in die surrealen Tiefen seiner beunruhigenden Welt. »Afterdark« enthält eigentlich alles, was man...
Daniel Terek: Der Weltenmampfer
Nicht weniger als 149 Bücher und Hörbücher haben wir in unserem Blog inzwischen vorgestellt, die Werke berühmter Schriftsteller ebenso wie kleine, unentdeckte Perlen, verfasst von kaum bekannten Autoren. Das Buch, das ich heute vorstellen möchte, gehört zur zweiten Kategorie: »Der Weltenmampfer«...
Zeruya Shalev: Späte Familie
… jemand, der vor den Flammen um sein Leben rennt, kann nicht innehalten und über seine Handlungen nachdenken. Im dritten Teil ihrer Trilogie über Liebe und Beziehungen in der heutigen Zeit schreibt Zeruya Shalev aus der Sicht von Ella, 36, die sich zu Beginn des Romans von ihrem Ehemann Amnon...
Zeruya Shalev: Mann und Frau
... so also lebt ihr alle, das ist das große Geheimnis des Lebens ... ungerührt lauft ihr alle auf der Überholspur, und nur ich war so stur, alles empfinden zu wollen, mit meinen Plattfüßen den nackten Königsweg zu nehmen, keine Nuance zu mißachten, mich an der infizierten Wurzel des Gefühls...
William Gibson: Quellcode
William Gibson. Dem an Gegenwartsliteratur interessierten Leser sicher kein Unbekannter. William Gibson. Der Schriftsteller, der im Jahre 1984 der Science Fiction eine Grabrede halten wollte und damit nichts Geringeres vollbrachte, als dem Genre völlig neue Perspektiven zu eröffnen. Mit seinem...
Didier van Cauwelaert: Das Evangelium nach Jimmy
Sein Vorgänger hat ihm den nuklearen Code, das Übernahmeprotokoll und ein paar direkt vom Weißen Haus verwaltete Verteidigungsgeheimnisse übergeben, die nun allesamt auf dem Mahagonitisch liegen: Jetzt kann er gehen und in der Versenkung verschwinden. Mit einer spöttischen Miene, die George W....
Wolf Haas: Der Brenner und der liebe Gott
Aber dann hat er die Tabletten nicht genommen, weil nicht nur Arzt- sondern auch Tablettenmuffel. Und erst wie die Freundin dann endgültig weg war, und wie dann der Kühlschrank eines Tages vollkommen leer war, und auch die anderen Schubladen, also Dosen und so weiter, Nudeln, Reis, alles leer,...
Michel Houellebecq: Elementarteilchen
Die körperliche Gewalt, die ausgeprägteste Erscheinungsform der Individualisierung, sollte in den westlichen Ländern die sinnliche Begierde ablösen. (Michel Houellebecq, »Elementarteilchen«) In seinem kurz vor der Jahrtausendwende erschienenen Roman »Elementarteilchen« wollte Michel Houellebecq...
Christian Kracht: Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten
Es reihte sich Sieg an Sieg für die Schweizer Truppen. Im Süden und in Mozambique standen sie im Grabenkrieg den Buren gegenüber, im Norden reichte ihr Einfluss bis an die Grenze zum äthiopischen Kaiserreich. Und dort, wo kein Krieg herrschte, bauten sie Schulen, Universitäten und Krankenhäuser....
Haruki Murakami: Kafka am Strand
Kafka Tamura ist der Protagonist, dessen wirklicher Name uns aber verborgen bleibt – ein Junge, der sich an seinem 15. Geburtstag dazu entschließt, sein Zuhause zu verlassen und sich einfach auf den Weg zu machen, auf seine persönliche Odyssee. Die Parallelität des Romans zur griechischen Tragödie...
Scarlett Thomas: PopCo
Die Cäsar-Verschiebung ist die simpelste aller Verschiebechiffren und beruht auf zwei identischen Alphabeten, von denen eines schlicht in die eine oder andere Richtung verschoben wird. (...) Bei einem System mit einer Verschiebung von -1 wüsste man rasch, dass ein C im chiffrierten Text eigentlich...
Anthony McCarten: Superhero
»Ich mach den Abgang bevor es richtig losgeht.« (...) »Und wissen Sie, was das Schlimmste ist?!« (...) »Ich sterbe als beknackte Jungfrau. Scheißspiel.« Initialen wie die berühmteste Ente der Welt, Hiphopper, künstlerische Ader, 14 Jahre alt - Krebs (die Krankheit, nicht das Sternzeichen)....
Carlos Ruiz Zafón: Das Spiel des Engels
Er sprach mit einem leichten Akzent, den ich nicht einordnen konnte, Mein Instinkt befahl mir, aufzustehen und so schnell wie möglich zu verschwinden, bevor dieser Fremde noch ein Wort sagte, aber etwas in seiner Stimme, in seinem Blick wirkte beruhigend und weckte Vertrauen. Ich mochte nicht...
Irvin D. Yalom: Die rote Couch
Die Mächtigen sieht schließlich jeder gerne fallen. Es fallen viele Mächtige in diesem Roman, vor allem Psychotherapeuten. Den Anfang macht Seymour Trotter, ein betagter Analytiker, der sich vor einem Komitee für medizinische Ethik verantworten muss, weil er mit einer seiner Patientinnen eine...
Mark Costello: Paranoia
Mit der Zeit entdeckte er Löcher, die die Planer nicht stopfen konnten. Die Chefs gerieten in Panik und stellten ihn kalt. Notizen, Tabellen und Diagramme - alles verbrannten sie auf der Erde vor dem Bunker. Weil sie ein wenig zu viel flüssigen Kohleanzünder verwendeten, griff das Feuer auf einige...
Dieter Wellershoff: Der Liebeswunsch
Nie zuvor hatte sie daran gedacht zu heiraten, nicht, weil sie es ablehnte, sondern weil sie annahm, dies sei, wie das ganze übrige normale Leben, für sie nicht vorgesehen. Sie haderte nicht damit, sie litt nicht darunter, es war ihr nicht einmal deutlich bewusst. Ihr Leben hatte seit langem etwas...
Jonathan Franzen: The Corrections
What you discovered about yourself in rasing children wasn't always agreeable or attractive. »The Corrections« ist wohl nicht nur einer der bekanntesten, sondern auch einer der besten Romane darüber, wie es innerhalb einer amerikanischen Durchschnittsfamilie in den 50er Jahren des zwanzigsten...
François Lelord: Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück
Das Zauberwort für ein erfolgreiches Buch heißt »Glück«. Dr. med. Eckart von Hirschhausen kann das attestieren. Oder auch der französische Schriftsteller (und Psychiater) François Lelord, der 2002 das Buch »Le voyage d’Hector ou la recherche du bonheur« veröffentlichte. 2006 erschien diese...

















