Moderne Literatur

Jason Starr: Twisted City

Jason Starr: Twisted City

Sollte jemals ein Buch von Jason Starr verfilmt werden, steht der Soundtrack eigentlich schon fest, nämlich »The Downward Spiral« von den Nine Inch Nails. Denn eines ist absolut sicher bei allen Büchern des Amerikaners: Es fängt schlecht an und wird unter Garantie immer schlimmer. Wenn der...

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Uwe Timm: Rot

Uwe Timm: Rot

Sittlichkeit ist mit der Fähigkeit zu weinen untrennbar verbunden. Thomas Linde bringt seine Zuhörer öfter zum Weinen. Er verdient seinen Lebensunterhalt unter anderem damit, dass er Reden auf Beerdigungen hält. Da er die Leser dieses Buchs durchweg als »verehrte Trauergemeinde« anspricht, kann...

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Heiko Wolz: Spinnerkind

Heiko Wolz: Spinnerkind

Eine Familie in Amerika: Der junge Jakob McGhee fristet sein Dasein zwischen seinem verrückten Vater Guinness, einem chronisch erfolglosen Erfinder, und seiner eigenwilligen Mutter, die alles und jeden verklagt, der ihrem Sohn auch nur ein Haar krümmt. Notfalls wird die Sachlage für ihre Zwecke...

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Cormac McCarthy: The Crossing

Cormac McCarthy: The Crossing

He said that in any case the past was little more than a dream and its force in the world greatly exaggerated. For the world was made new each day and it was only men's clinging to its vanished husks that could make of that world one husk more. An philosophischen Aussagen dieser Art herrscht in...

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Kurt Vonnegut: Mann ohne Land

Kurt Vonnegut: Mann ohne Land

Wenn Ihr Eure Eltern quälen wollt und nicht den Nerv habt schwul zu werden, könnt Ihr es zumindest mit den schönen Künsten versuchen. Wer so etwas schreibt, kann nur entweder total meschugge oder ziemlich weise sein. Nach der Lektüre mehrerer Bücher Kurt Vonneguts kann ich behaupten, dass...

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Douglas Coupland: Alle Familien sind verkorkst

Douglas Coupland: Alle Familien sind verkorkst

Janet öffnete die Augen - Floridas prähistorisch gleißendes Licht blendete von draußen ins Motelfenster. Ein Hund bellte; ein Auto hupte; ein Mann sang einen Fetzen eines spanischen Liedes. Geistesabwesend berührte sie die Narbe, die die Kugel unter ihrem linken Rippenbogen hinterlassen hatte,...

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Donna Tartt: The Little Friend

Donna Tartt: The Little Friend

Life without Ida. If Ida didn't exist, thought Harriet - sitting cross-legged on the dusty, sun-bleached overpass - then I wouldn't feel so bad now. All I have to do is pretend I never knew her. Simple. Harriet ist erst zwölf in dem Sommer, in dem Ida, langjährige schwarze Hausangestellte, ihre...

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Tibor Fischer: Ich raube, also bin ich

Tibor Fischer: Ich raube, also bin ich

Der einzige Rat, den ich Ihnen geben kann, sollten Sie mit Drehschwindel in einer fremden Wohnung aufwachen, mit einem gut durchwachsenen Kater, ohne einen Fetzen am Leib, ohne jede Erinnerung, wie Sie hergekommen sind, umgeben von Stapeln Hochglanzmagazinen, die Kinder in nicht jugendfreien...

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Martin Mosebach: Das Bett

Martin Mosebach: Das Bett

Es war, als habe sich sein Entschluss im gleichen Augenblick, in dem er eingeschlafen war, als seine Leibwache neben ihm niedergelassen und sei wieder vor die Augen des Herrn getreten, als dieser erwacht war. Man hört öfter von Lesern, die Mosebachs Romane langweilig finden, aber wahrscheinlich...

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Ian McEwan: Am Strand

Ian McEwan: Am Strand

Wir schreiben das Jahr 1962. In einem Hotel am Chesil Beach kommt es zu einer folgenschweren Begegnung. Zufällig ist dieses Zusammentreffen nicht, im Gegenteil: Florence und Edward zelebrieren dort ihre Hochzeitsnacht. Doch was in den Träumen (zumindest bei einem der frisch gebackenen Eheleute)...

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Tom Robbins: Jitterbug Perfume

Tom Robbins: Jitterbug Perfume

The price of self-destiny is never cheap, and in certain situations it is unthinkable. But to achieve the marvelous, it is precisely the unthinkable that must be thought. Zentrales Thema in »Jitterbug Perfume« ist die Fähigkeit des Menschen, sein Schicksal selbst zu bestimmen. Die Frage, inwieweit...

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Alex Capus: Eine Frage der Zeit

Alex Capus: Eine Frage der Zeit

Wenn dort aber ein Eingeborenendorf lag, würde man ihn totschlagen wie einen Hund. Und falls er auf Soldaten stieß, würde man ihn erschießen, hängen oder bestenfalls in Ketten legen. Da stach ihm ein Geruch in die Nase - der Duft von heißem Haferbrei. Anton Rüter schnupperte, ungläubig erst noch,...

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Pete Dexter: Paris Trout

Pete Dexter: Paris Trout

»There are things like that buried in everybody,« he said. »That doesn't mean you want to act on it, just that it's there. We're all flawed people.« Pete Dexters Roman »Paris Trout« hat nichts mit der französischen Stadt oder ihren Forellen zu tun. Paris Trout ist der Eigenname des Mannes, der...

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Tom Wolfe: Ein ganzer Kerl

Tom Wolfe: Ein ganzer Kerl

Conrads Augen richteten sich auf das Allerunwichtigste: Kennys blassblondes Haar, nass, strähnig, angeklatscht; es wurde am Wirbel bereits mächtig dünn. Mit einem Mal sah der unbezähmbare Crash'n'burner sehr schwach und müde aus. Kenny hob den Kopf und versuchte, seine Tränen mit der Hand und dann...

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Denis Johnson: Already Dead. A California Gothic

Denis Johnson: Already Dead. A California Gothic

To find the people who've become truly sane, seek among those who've managed to do without sanity. The rest of us, Meadows thought, just brainlessly acquiesce. Noch mehr als der vielversprechende Titel »Already Dead« deutet der Untertitel von Johnsons Roman, »A California Gothic«, darauf hin, dass...

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Blexbolex: Die Flucht nach Abedederia

Blexbolex: Die Flucht nach Abedederia

Literatur einmal ganz anders erleben, diese Möglichkeit bieten in regelmäßigen Abständen die »Tollen Hefte«: eine faszinierende Kombination aus anspruchsvollen Kurzgeschichten und eindrucksvoller Illustrationskunst. Ihren Ursprung hat diese Buchreihe bereits in den 20er Jahren des vorigen...

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Tanja Dückers: Himmelskörper

Tanja Dückers: Himmelskörper

Ich bin so weit fortgegangen von zu Hause, und Renate lebt nicht mehr. Und trotzdem: An all das, was passiert ist, denke ich täglich - eine Endlosschleife in meinem Kopf. Alles, was ich male, steht unter diesem Bann oder Fluch. Dückers Roman »Himmelskörper« begleitet die Ich-Erzählerin Freia bei...

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Nick Hornby: A Long Way Down

Nick Hornby: A Long Way Down

I don't know why but it was kind of liberating, saying what you really wanted, even if you couldn't have it. ... We all spend so much time not saying what we want, because we know we can't have it. And because it sounds ungracious, or ungrateful, or disloyal, or childish, or banal. Or because...

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