Moderne Literatur

Anselm Neft: Helden in Schnabelschuhen

Anselm Neft: Helden in Schnabelschuhen

Es gibt einen Moment kurz nach dem Aufwachen, der keine Vergangenheit und keine Zukunft kennt, nur leichte, unschuldige Gegenwart. Babysüß liegt man im Bett und weiß von nichts Bösem. Dann fährt das Hirn hoch und lädt ein paar ausgesuchte Erinnerungen und die Beurteilungs-Software in den...

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Vea Kaiser: Makarionissi oder Die Insel der Seligen

Vea Kaiser: Makarionissi oder Die Insel der Seligen

Makarionissi war einhundertsiebenunddreißig Komma acht Quadratkilometer groß, lag im westlichen Mittelmeer, und alle Piloten, Kleinflugzeuginsassen, Götter und das gesamte Vogelvieh, das über die Insel hinwegflog, konnte nicht umhin, festzustellen, dass sie aussah wie ein Hirschkäfer. Die...

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Mark Watson: Hotel Alpha

Mark Watson: Hotel Alpha

Howard York ist ein unverbesserlicher Optimist und Exzentriker. Er eröffnet in London ein Luxushotel namens Alpha. Ein ruhiger Tagesablauf und ein Betriebsklima, bei dem der Mensch im Vordergrund steht, sind ihm wichtiger als die glatte Oberfläche anderer 5-Sterne-Hotels. Deshalb engagiert er auch...

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Lisa Moore: Der leichteste Fehler

Lisa Moore: Der leichteste Fehler

Die in Neufundland geborene kanadische Schriftstellerin Lisa Moore hatte bereits mit ihrem Debütroman »Im Rachen des Alligators« einen nationalen Bestseller gelandet und befindet sich immer noch auf dem wachsenden Ast. In ihrem 2013 erschienenen Roman »Der leichteste Fehler« geht es um einen...

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Hans Traxler: Ein Sturmtief überm Freibad Hausen

Hans Traxler: Ein Sturmtief überm Freibad Hausen

Er war Mitbegründer der Satirezeitschriften »Pardon« und »Titanic«, zählt neben Robert Gernhardt und F. K. Waechter zur »Neuen Frankfurter Schule«, nennt eine staatliche Anzahl von Preisen sein Eigen (seit neuestem den Wilhelm-Busch-Preis 2015) und arbeitet mit knapp 86 Jahren immer noch....

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Philippe Pozzo di Borgo: Ziemlich beste Freunde

Philippe Pozzo di Borgo: Ziemlich beste Freunde

Wie viel Leid kann ein Mensch ertragen? Wie viel Lebensmut und Optimismus muss er in sich tragen, um so humorvoll über das Leid seines Lebens schreiben und berichten zu können? Ohne Dramaturgie schildert der Autor autobiografisch aus seinem Leben, angefangen von der Kindheit bis hin zur Gegenwart...

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Sebastian Lörscher: Ziegenmilch und Zeichenstift

Sebastian Lörscher: Ziegenmilch und Zeichenstift

»Ich glaube, es war wegen der Ziegenmilch, warum ich so kräftig und stark geworden bin ...« Man nehme Geschichten aus den ersten 25 Jahren seines Lebens und bringe seinen Großvater dazu, seine Erlebnisse dieser Zeit zu erzählen. Man plaudere in lockerem Ton ungezwungen über Freundschaft, die erste...

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Thomas Pynchon: Bleeding Edge

Thomas Pynchon: Bleeding Edge

»DeepArcher, die Zentrale«, sagt Lucas mit einer ausladenden Darf-ich-vorstellen-Geste. Ursprünglich – und man wundert sich über ihren Weitblick – hatten die Jungs vor, einen virtuellen Ort zu erschaffen, an dem man vor den zahlreichen Misslichkeiten der wirklichen Welt Zuflucht finden kann. Ein...

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Daphne du Maurier: Ein Tropfen Zeit

Daphne du Maurier: Ein Tropfen Zeit

»In einer Nacht wie dieser ... eine Verabredung mit wem? Die heutige Welt schlief, und meine Welt erwachte erst, wenn die Droge mich in ihre Gewalt bekam ... Ich parkte den Wagen dicht am Graben, kletterte über das Tor zum Feld und suchte meinen Weg zu der Grube neben dem Steinbruch, denn hier...

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Anthony Doerr: All the light we cannot see

Anthony Doerr: All the light we cannot see

Werner is succeeding. He is being loyal. He is being what everybody agrees is good. And yet every time he wakes and buttons his tunic, he feels that he is betraying something. Werner Pfennig, ein Waisenkind mit weißem Haar, wächst in den 1930er-Jahren zusammen mit seiner Schwester Jutta in einem...

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Fadhil al-Azzawi: Der Letzte der Engel

Fadhil al-Azzawi: Der Letzte der Engel

»Ich bestehe darauf, dass ihr dieses Buch so bald wie möglich lest. Ich bin zufällig darauf gestoßen -, und es hat mich dermaßen beeindruckt, dass ich sofort an Hatchards geschrieben und zwei Dutzend bestellt habe. Ich habe mir vorgenommen, es jedem zu schenken, dem ich begegne.« Francis Wyndham:...

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Thomas Ramge: Montags könnt ich kotzen

Thomas Ramge: Montags könnt ich kotzen

Wir sind doch alle in unseren Beruf reingescheitert. Lukas Frey hat von einer Werbeagentur in die Marketingabteilung einer Firma, genannt Konzern AG, gewechselt. Dort soll er an der Werbekampagne für die Einführung eines neuen Produkts mitarbeiten. Das Problem: Niemand außer den Ingenieuren in der...

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T.C. Boyle: Hart auf hart

T.C. Boyle: Hart auf hart

Er trug seinen Kampfanzug und hatte das Messer umgeschnallt. Die Stiefel waren schmutzig, und Gesicht und Kopfhaut waren gebräunt wie bei einem Rettungsschwimmer. Hinter ihm, in dem Flur, der zum Wohnzimmer führte, sah sie die dunklen Umrisse seines Rucksacks und den schmalen Schatten des Gewehrs,...

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John Niven: Straight White Male

John Niven: Straight White Male

»Nun, lassen Sie es mich anders formulieren«, sagte Brendle und klickte mit dem Kugelschreiber. »Warum befleißigen Sie sich als ein intelligenter Mann, der Sie doch sind und dessen Job unzweifelhaft einen Gutteil Selbstanalyse erfordert, beständig eines Benehmens, von dem Sie genau wissen, dass es...

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T.C. Boyle: Drop City

T.C. Boyle: Drop City

»No rules,« he shouted, »no zoning laws, no taxes, no county dicks and ordinances. You want to build, you build. You want to take down some trees and put up a cabin by the most righteous far-out turned-on little lake in the world, you go right ahead and do it and you don't have to go groveling for...

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Dennis Lehane: In der Nacht

Dennis Lehane: In der Nacht

»Wir sind süchtig danach. Wonach? Nach der Nacht - sie ist unwiderstehlich. Wer sich für den Tag entscheidet, der muss nach ihren Regeln spielen. Darum haben wir uns für die Nacht entschieden und spielen nach unseren eigenen. Das Dumme ist nur, wir haben im Grunde keine Regeln.« Vielleicht ist...

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Michael Chabon: Telegraph Avenue

Michael Chabon: Telegraph Avenue

»Na gut«, sagte Archy. Er warf sich den Riemen der Reisetasche über die Schulter und sah Gwen an. »Danke.« Dann wandte er sich ab, ihn schnürte sich die Kehle zu, er versuchte es mit einem Husten zu tarnen, hustete wie sein El Camino. Sein kaputtes altes Auto, sein kaputter Friseurladen voll alter...

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