Thomas Taylor ist der Sohn des berühmten Kinderbuchautors Winston Taylor und gleichzeitig die Hauptfigur in dessen Büchern. Er hat sich inzwischen daran gewöhnt, immer als der kleine Magier Tommy Taylor angesehen zu werden, obwohl er längst erwachsen ist. Zwar hasst...
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Andreas Zwengel
Tobias O. Meißner: Hiobs Spiel 3 – Verlierer
Aber dennoch verspürte Hiob, blind, gefesselt und wehrlos wie er war, nicht die geringste Angst vor diesen Männern. Die Söhne des Aum kamen ihm vor wie ein schmächtiger Räuber, der fahrig mit einem Messer vor seiner Nase rumwedelte. Hiob, der in Kolumbien Monster...
Jakob Arjouni: Bruder Kemal
»Ich weiß, kein Aufsehen, keine Polizei, alles diskret, aber irgendeinen Hinweis, mit wem Ihre Tochter um die Häuser zieht, brauche ich schon. Oder ich fange an, in Frankfurt an jede Wohnungstür zu klopfen, arbeite mich langsam hoch nach Bad Homburg, dann durch...
Paul Murray: Skippy stirbt
Ruprecht Van Doren, der Besitzer des Fernrohres und Skippys Zimmergenosse, ist nicht wie die anderen Jungs. Er ist im Januar nach Seabrock gekommen, wie ein verspätetes und nicht mehr umtauschbares Weihnachtsgeschenk, nachdem seine Eltern bei einer Kajakexpedition den...
Neal Stephenson: Error
Zwei Dutzend seiner Verwandten hatten sich in lockeren Grüppchen entlang des Stacheldrahtzaunes zu seiner Rechten aufgestellt: Wer nicht gerade in die Senke schoss, lud nach. Entstanden war diese Tradition, als einige der jüngeren Burschen während des qualvollen...
Don Winslow: Tage der Toten
Sie hält ihr totes Baby in den Armen. Aus der Position der Leichen schließt Art Keller, dass die Mutter ihr Kind schützen wollte. Es muss ein Instinkt gewesen sein, denkt Keller, sie muss gewusst haben, dass sie die Kugeln einer Kalaschnikow nicht mit ihrem Körper...
Martin Walker: Delikatessen
Er hörte jemanden »Bruno« rufen, drehte sich um und sah ein hübsches schlankes Mädchen mit hellen Haaren herbeilaufen. Sie sprang über einen Haufen ausgehobener Erde und warf sich ihm in die Arme. »Dominique«, begrüßte er sie freudig. Er kannte sie seit ihrer...
Roddy Doyle: Typisch irisch
Jimmy Rabbitte wusste, wo die Musik spielte, da konnte ihm keiner was vormachen. Über Moby machte Jimmy schon dumme Sprüche, ehe die meisten Leute überhaupt angefangen hatten, ihn gut zu finden. Als er mal hörte, wie zwei Kids in der S-Bahn sich über Leftfield...
Louis de Bernières: Die Partisanin
Es war Winter, auch wenn man die Jahreszeit in Archway nie erkannt hätte, weil in Archway immer Ende November ist, selbst an guten Tagen, und Anfang Februar an schlechten. Genau gesagt war es der Winter des Missvergnügens 1979. (...) Ich war immer gerne Brite, aber...
Philip K. Dick: Der unmögliche Planet
»Dad ist in der Garage«, sagte Charles. »Aber er - redet mit sich selbst.« »Redet mit sich selbst!« Mrs. Walton nahm ihre glänzende Plastikschürze ab und hängte sie über den Türknauf. »Ted? Na, hör mal, er redet nie mit sich selbst. Geh, sag ihm, er soll reinkommen.«...
Philip Kerr: Der zweite Engel
Durch die staubigen Fenster von Artemis Sieben betrachtet, stand die leuchtend blauweiße Erdkugel in scharfem Kontrast zur leblos grauen Mondoberfläche. Sie schien schon fast absichtslos dort hingehängt, wie eine auf ewig unereichbare blaue Frucht, eine Tantalusqual...
Axel Simon: Tatütata für Peter Sputnik
»Es ... es gibt wie so oft auch hierbei eine gute und eine schlecht Nachricht. Wenn dieses Inferno losgelassen wird, müssen wir keine peniblen Differenzierungen vornehmen in puncto Primär- und Kollateralschäden. Wenn V diese Hölle tatsächlich entfesselt, kostet das...
Patrick deWitt: Die Sisters Brothers
Es ging um einen Goldsucher in Kalifornien, Hermann Kermit Warm. Den sollten wir finden und töten. Charlie zog einen Brief aus der Jackentasche. Der Brief war von einem Scout des Kommodore, einem Lackaffen namens Henry Morris, der uns oft vorausritt, um zusätzliche...
Don Winslow: Zeit des Zorns
Als sie alt genug war und kapierte, dass Ophelia Hamlets bipolar gestörte kleine Borderline-Freundin war, die ohne Rückfahrkarte schwimmen ging, bestand sie darauf, von ihren Freunden nur noch »O« gennant zu werden. Wobei es nicht ganz unriskant war, sich den...
John Niven: Gott bewahre
»Mist. Glaubst du, dass Er angepisst sein wird?« »Angepisst?«, wiederholt Michael. »Scheiße, Er wird ausrasten.« Selbst Jeannie, Gottes persönliche Assistentin, die sonst durch nichts zu erschüttern ist und normalerweise wie ein Schachgroßmeister fünfzehn oder zwanzig...
Max Barry: Sirup
Ich möchte berühmt sein, richtig berühmt. Ich möchte so berühmt sein, dass Filmstars mit mir rumhängen und mir vorjammern, wie beschissen ihr Leben ist. Ich möchte Fotografen verprügeln, die mich in irgendeiner Hotelhalle mit Winona Ryder auftun. Ich möchte mit bösen...
Ernest Cline: Ready Player One
Jeder in meinem Alter erinnert sich daran, wo er war und was er gerade getan hat, als er zum ersten Mal von dem Wettbewerb hörte. Ich saß in meinem Versteck und schaute Zeichentrickfilme, als mir der Newsfeed dazwischenfunkte: In der vergangenen Nacht war James...
Frank Goosen: Sommerfest
»Woanders weiß er selber, wer er ist, hier wissen es die anderen. Das ist Heimat.« Eine simple, aber unerschütterliche Weisheit und beileibe nicht die einzige in diesem Werk. »Sommerfest« handelt von dem erfolglosen Schauspieler Stefan, der für ein Wochenende aus...

















