Moderne Literatur
Salman Rushdie: Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte
Religion, eine mittelalterliche Form der Unvernunft, wird, wenn sie mit modernen Waffen kombiniert wird, zu einer echten Gefahr unserer Freiheiten. Derartiger religiöser Totalitarismus hat zu einer tödlichen Mutation im Herzen des Islam geführt und wir sehen heute die tragischen Folgen in Paris...
Nina George: Das Traumbuch
Mit dem Roman »Das Lavendelzimmer« hat Nina George internationale Bestsellergeschichte geschrieben. »Das Traumbuch« soll nun nachziehen. In ihrem neuen Roman geht es zunächst um die drei Personen Henri, Eddie und Sam. Henri rettet einem jungen Mädchen das Leben, wird unmittelbar danach aber von...
Isabel Bogdan: Der Pfau
Ende Januar zitierte der Chef des Hanser Verlages, Jo Lendle, auf Twitter eine Buchhändlerin, die für den kommenden Bücherfrühling die folgenden drei Trends ankündigte. Erstens: weniger Blut im Krimi. Zweitens: Endzwanziger lesen nur Jugendbuch. Und drittens: Isabel Bogdan. Mit Vorhersage Nummer 3...
Jonathan Franzen: Unschuld
Purity, genannt Pip, hadert mit sich und der Welt. Sie ist ohne Vater aufgewachsen. Ihre Mutter weigert sich, ihrer Tochter auch nur den kleinsten Hinweis zu geben. Das führte seit Pips Kindheit zu einem Kleinkrieg mit der Mutter, der sich in einem ständigen Hin und Her zwischen Hass und Liebe...
Jennifer Niven: All die verdammt perfekten Tage
Finch steht auf dem Glockenturm seiner Schule und überlegt, ob es wohl einen besten Tag zum Sterben gibt. Er hat die Diagnose erhalten, dass er unaufhaltbar sterben wird. Warum dann nicht jetzt? Vielleicht ist heute der beste Tag dazu, denkt er. Warum sollte er dem Tod die Auswahl des Zeitpunkts...
Bernhard Jaumann: Der lange Schatten
»Eine gute Rede und sie kommt unversehrt zu ihnen zurück. Eine schlechte oder mittelmäßige Rede und sie ist tot. So einfach ist das.« Die Frau des deutschen Botschafters in Namibia ist entführt worden. Die Täter verlangen von ihrem Mann, dass er eine Rede hält, in der er der Volksgruppe der Nama...
Jenny Erpenbeck: Gehen, ging, gegangen
»Wohin geht jemand, der nicht weiß, wohin er gehen soll?« Gleich zweimal findet man diese Frage in Jenny Erpenbecks neuestem Roman »Gehen, ging, gegangen«. Unübersehbar breitet sie sich auf zwei ansonsten leeren Seiten aus und lässt im Kopf des Lesers gleich eine Hand voll neue aufkommen: Was wird...
Ryan Boudinot: Sperm & Egg. Eine Liebesgeschichte
In der achten Klasse erhielt ich einen Schulverweis, weil ich mein Sperma in den Biologieunterricht mitgebracht hatte. Wir sollten Lebewesen unter dem Mikroskop untersuchen. Mrs. Wheeler hatte Tümpelwasser als Beispiel vorgeschlagen. Die Probe meines Freundes Paul Dill war ein kleiner Fisch, der...
Bruce Chatwin: Der Vizekönig von Ouidah
»To lose a passport was the least of one's worries: to lose a notebook was a catastrophe.« (Bruce Chatwin: »The Songlines«) Der englische Schriftsteller Bruce Chatwin reiste für Interviews und Berichte um die ganze Welt. Seine berühmten Notizbücher, die ihn überall hin begleiteten, nannte er...
Ingrid Noll: Der Hahn ist tot
Mein Gott, schoß es mir durch den Kopf, jetzt sitze ich hier mit dem Mann meiner Träume gegenüber, und wir reden über Mord und Totschlag statt über Liebe. Der Inbegriff, wie man sich als Leser eine »alte Jungfer« vorstellt: unlustig, mürrisch und hobbylos. So ist Rosemarie Hirte, die Protagonistin...
Nick Harkaway: Tigerman
Der Sergeant und der Junge, der sich selbst Robin nannte, saßen auf den Stufen des alten Missionshauses und beobachteten, wie eine Taube von einem Pelikan verschluckt wurde. Das Ganze kam überraschend für alle Beteiligten, offenbar nicht zuletzt für den Pelikan, der sich geistesabwesend darauf...
Irvine Welsh: Das Sexleben siamesischer Zwillinge
Bodysculpt, ein durchkommerzialisierter Yuppie-Schuppen mit viel Glas und schniekem Pinienparkett, erinnert dagegen eher an eine beknackte Lounge Bar. Die haben hier sogar feste DJs, die sogenannte »Workout-Musik« spielen. Für gewöhnlich ist das ein fader Ambient-Dreck für faule, mit Prozac...
Anselm Neft: Helden in Schnabelschuhen
Es gibt einen Moment kurz nach dem Aufwachen, der keine Vergangenheit und keine Zukunft kennt, nur leichte, unschuldige Gegenwart. Babysüß liegt man im Bett und weiß von nichts Bösem. Dann fährt das Hirn hoch und lädt ein paar ausgesuchte Erinnerungen und die Beurteilungs-Software in den...
Vea Kaiser: Makarionissi oder Die Insel der Seligen
Makarionissi war einhundertsiebenunddreißig Komma acht Quadratkilometer groß, lag im westlichen Mittelmeer, und alle Piloten, Kleinflugzeuginsassen, Götter und das gesamte Vogelvieh, das über die Insel hinwegflog, konnte nicht umhin, festzustellen, dass sie aussah wie ein Hirschkäfer. Die...
Mark Watson: Hotel Alpha
Howard York ist ein unverbesserlicher Optimist und Exzentriker. Er eröffnet in London ein Luxushotel namens Alpha. Ein ruhiger Tagesablauf und ein Betriebsklima, bei dem der Mensch im Vordergrund steht, sind ihm wichtiger als die glatte Oberfläche anderer 5-Sterne-Hotels. Deshalb engagiert er auch...
Lisa Moore: Der leichteste Fehler
Die in Neufundland geborene kanadische Schriftstellerin Lisa Moore hatte bereits mit ihrem Debütroman »Im Rachen des Alligators« einen nationalen Bestseller gelandet und befindet sich immer noch auf dem wachsenden Ast. In ihrem 2013 erschienenen Roman »Der leichteste Fehler« geht es um einen...
Hans Traxler: Ein Sturmtief überm Freibad Hausen
Er war Mitbegründer der Satirezeitschriften »Pardon« und »Titanic«, zählt neben Robert Gernhardt und F. K. Waechter zur »Neuen Frankfurter Schule«, nennt eine staatliche Anzahl von Preisen sein Eigen (seit neuestem den Wilhelm-Busch-Preis 2015) und arbeitet mit knapp 86 Jahren immer noch....
Philippe Pozzo di Borgo: Ziemlich beste Freunde
Wie viel Leid kann ein Mensch ertragen? Wie viel Lebensmut und Optimismus muss er in sich tragen, um so humorvoll über das Leid seines Lebens schreiben und berichten zu können? Ohne Dramaturgie schildert der Autor autobiografisch aus seinem Leben, angefangen von der Kindheit bis hin zur Gegenwart...

















