Moderne Literatur
Stephen Fry: Das Nilpferd
Tedward »Ted« Wallace ist Theaterkritiker, geistreicher Dampfplauderer, Säufer und Frauenheld in Personalunion. Kann es einen besseren Protagonisten für einen durch und durch britischen Roman geben? Wobei, für einen durch und durch britischen Stephen Fry-Roman natürlich. Das ist ein nicht zu...
Cormac McCarthy: All the Pretty Horses
The boy who rode on slightly before him sat a horse not only as if he'd been born to it which he was but as if were he begot by malice or mischance into some queer land where horses never were he would have found them anyway. Would have known that there was something missing for the world to be...
Jim Dodge: Die Kunst des Verschwindens
»DIE KUNST DES VERSCHWINDENS zu lesen ist, als würde man eine endlose Party feiern, zu Ehren aller Dinge, auf die es wirklich ankommt.« - Thomas Pynchon. Daniel Pearse lebt mit seiner jungen Mutter auf einer Farm in Kalifornien, die gleichzeitig Unterschlupf für Rebellen einer Geheimorganisation...
Christoph Ransmayr: Der fliegende Berg
Vielleicht ist jenes Bedürfnis tatsächlich unstillbar, das uns selbst in enzyklopädisch gesicherten Gebieten nach dem Unbekannten, Unbetretenen, von Spuren und Namen noch Unversehrten suchen läßt - nach jenem makellos weißen Fleck, in den wir dann ein Bild unserer Tagträume einschreiben können....
A. C. Weisbecker: Cosmic Banditos
Jose ist erleuchtet worden. Ich habe ihn dazu gebracht, eine Woche lang seinem Bandito-Dasein zu entsagen. Meine Hütte war die Mönchsklause, ich war der Lehrer. Nachdem Jose mein Weltbild vollkommen aufgenommen hat, ist er ein neuer Mensch. Durch Meditation, Elementarteilchen-Theorie und heimlich...
Tom Robbins: Even Cowgirls Get the Blues
The only truly magical and poetical exchanges that occur in this life occur between two people. Sometimes it doesn't get that far. Often, the true glory of existence is confined to individual consciousness. That's okay. Let us live for the beauty of our own reality. »Even Cowgirls Get the Blues«...
Robert Sedlack: Ein unvergessliches Jahr im Leben des Fred Pickle
Fred hatte eigentümliche Angewohnheiten, zu denen auch sein doppelläufiges Lachen gehörte. Es war ein Zweiphasenlachen. Der erste Teil klang wie der letzte, verzweifelte Atemzug eines Sterbenden. Der zweite Teil ging hoch wie ein Furzkissen, und das produzierte Fred durch ein Trillern der Zunge an...
Louis de Bernières: Der zufällige Krieg des Don Emmanuel / Senior Vivo und die Kokabriefe / Das Kind des Kardinals
Louis de Bernières wurde 1954 in London geboren, wuchs im Nahen Osten auf und lebte viele Jahre in Lateinamerika. Der Mann ist rumgekommen und hat viel zu erzählen. Wer »Corellis Mandoline« kennt (das Buch, nicht den Film, der nur die Liebesgeschichte herausgefiltert hat), kann erahnen, was ihn...
Isabel Allende: Das Geisterhaus
An dem Tag, an dem mein Großvater Esteban Garcías Großmutter Pancha in den Büschen am Fluß vergewaltigte, fügte er ein neues Glied an eine Kette von Ereignissen, die eintreffen mußten. Später wiederholte der Enkel der vergewaltigten Frau die Tat an der Enkelin des Vergewaltigers, und vielleicht...
Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt
Normalerweise vermeide ich es, Bücher zu lesen und zu bewerten, die zu den meistverkauften in Deutschland gehören. Zum einen, weil ich denke, dass solche Bestseller keine Werbung mehr benötigen. Zum anderen, weil mir spätestens seit dem Erscheinen von Hera Lind und Susanne Fröhlich klar ist, dass...
Thomas Pynchon: Vineland
Lernt die Bewohner von Vineland kennen. Zum Beispiel Millard Hobbs, Inhaber eines Betriebs für Landschaftsgestaltung, der von seinem Gründer, einem Leser verbotener Bücher, auf den Namen »Marquis de Saat« getauft worden war: Ursprünglich war Millard nur als Darsteller für ein paar spätnächtliche...
Max Goldt: QQ
QQ steht für »Quiet Quality«. Soviel vorweg. Das Büchlein versammelt Texte, die in den Jahren 2005 und 2006 im Satiremagazin »Titanic« erstmalig erschienen sind. Es handelt sich um Gedankenspiele von max. 10 Seiten Länge, in denen der Autor die scheinbaren Alltäglichkeiten ebenso gedanklich...
Kurt Vonnegut: Zeitbeben
Diesem Buch geht eine Warnung voraus: Es ist ein Vonnegut-Roman, heißt es, also ein ganz eigenes Genre. Das stimmt: »Zeitbeben« ist ganz anders ... Im Jahr 2001 beschließt das Universum, vor die Wahl gestellt, ob es sich ausdehnen oder einen zweiten Urknall erleben soll, ins Jahr 1991...
Eric Garcia: Anonymus Rex
»Das ist der innovativste Roman, den ich je gelesen habe. Eine unglaubliche, nicht zu überbietende Lektüre.« - T.C. Boyle Es gibt originelle Ideen und es gibt komplett durchgeknallte Ideen. Der Leser möge selbst entscheiden: Ein basilikumsüchtiger Dinosaurier im Menschenkostüm aus Latex arbeitet...
Elke Heidenreich, Michael Sowa: Nurejews Hund
»Oblomov, mein Lieber - tanz einmal. Nur für ihn.« (Die alternde Ballerina zum Hund.) Kak Sawusch? (Wie heißt du?), flüstert jemand einem Hund in einem sinnlichen, weichen, typisch russischen Tonfall ins Ohr. Dieser Jemand ist kein anderer, als der weltberühmte und elegante Tänzer Nurejew. Es ist...
John Fowles: The Magus
»The Magus« (1966) beschreibt die Geschichte des Ich-Erzählers Nicholas Urfe, eines mit seinem Londonder Mittelklassehintergrund unzufriedenen jungen Mannes, der, um diesem Milieu zu entgehen, eine Stelle als Englischlehrer auf einer kleinen, fast verlassenen Insel in Griechenland annimmt. Dort -...
John Nichols: The Milagro Beanfield War
It's always darkest before the dawn. John Nichols erzählt in »The Milagro Beanfield War« (1974) die Geschichte eines kleinen Dorfes im Südwesten der USA, in dem sich an einem unerlaubt bewässerten Bohnenfeld der Kampf arm gegen reich entzündet. Jahrelang wurden in Milagro dem ärmeren Teil der...
Martin Amis: Pfeil der Zeit
Sein Blick gleitet über den Himmel, die Sternbilder, die Sternhaufen. Er zeigt jene berühmten nächtlichen Pünktchen der gurrenden Krankenschwester in seinem Arm und läßt sich des langen und breiten darüber aus, zum Beispiel über ihre relative Entfernung zur Erde - und zueinander. Es ist...

















