Aktuell auf unserem Bücherstapel und Schreibtisch
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er etwas lesen
Die Urlaubszeit ist die schönste Zeit des Jahres. Weil man dann endlich Zeit zum Lesen hat. Also die Bücher liest, die man sonst nicht liest, weil man arbeiten muss. Und weil man in der restlichen Zeit damit beschäftigt ist, niedliche Katzenvideos zu gucken, zu liken und zu teilen!
Auch noch aktuell
Jürgen Kehrer: Heldenreise ins ewige Eis
Weil mich die Geschichte um den spektakulären Wettlauf zum geografischen Südpol zwischen Amundsen und Scott immer schon fasziniert hat, kam mir Jürgen Kehrers Buch »Heldenreise ins ewige Eis: Der Untergang der Deutschen Arktischen Expedition auf Spitzbergen 1912/13« wie gerufen.
Usama Al Shamani: In der Tiefe des Tigris schläft ein Lied
Aktueller kann ein Roman nicht sein, auch wenn mir das Hineininterpretieren fernliegt. Hier wird gezeigt, wohin die Reise geht, wenn Ideologien die Oberhand gewinnen, die Gier nach Macht so groß wird, dass ein Menschenleben nichts mehr bedeutet, ein ganzes Volk zum Schuldigen erklärt und brutal ausgelöscht wird.
Susanne Goga: Leo Berlin
»Leo Berlin« von Susanne Goga, erstmals veröffentlicht bereits im Juli 2012, ist der erste Band der Reihe um Kommissar Leo Wechsler, der im Berlin der Weimarer Republik seine Fälle löst. (…) Vom ersten Satz an taucht man fasziniert in das Berlin der Zwanziger Jahre ein.
Makoto Shinkai/Naruki Nagakawa: Das Geschenk eines Regentages
Es gibt tatsächlich das Genre des Japanischen Katzenromans: 猫文学, »kiterature«. »Das Geschenk eines Regentages« der Autoren Makoto Shinkai und Naruki Nagakawa reiht sich da ein: In vier zusammenhängenden Episoden erzählen sie von Beziehungen zwischen schicksalsgeplagten Frauen und ebensolchen Katzen.
Maggie O’Farrell: Hamnet
Anfang 2026 wurde der Roman »Hamnet« verfilmt und bekam einen Oscar für die beste Hauptdarstellerin. Der Film ist sicher gut, aber schwere Kost. Er mutet dem Zuschauer ohne jede Pause oder Erleichterung eine ständige Abfolge von Geburt und Tod zu; das Buch liest sich wesentlich angenehmer.
Esther Schüttpelz: Grüne Welle
Für ihren ersten Roman »Ohne mich« wurde Esther Schüttpelz 2023 mit dem Debütpreis der lit.COLOGNE ausgezeichnet. Jetzt erschien ihr zweites Buch »Grüne Welle«. Darin verfährt sich eine Frau nach einem Kinobesuch mit ihrer Freundin in einem alten Golf und findet den Weg zur Autobahn nicht.


