wortmax Charles Bukowski

Diejenigen, die nur Hochkultur in ihrem Bücherregal stehen haben, habe ich immer gehasst. Es gibt eine ganze Menge Menschen, die in ihrem Wohnzimmer nur Thomas Mann, Herrmann Hesse, Marcel Proust und Konsorten dulden. Am besten nach Farben geordnet. Wie sympathisch ist es dagegen, wenn direkt neben Goethes »Faust« eine zerlesene Ausgabe von »Hanni und Nanni« steht! Vielen ist so etwas…

»In den Storys von Bukowski«, sag ich, »gibt es nur deshalb dauernd Schweinkram, weil er sie an die Sex-Magazine verkaufen musste. Denk ihn dir weg, wenn er dich stört.« Clint Lukas mag es, aus Bars hinaus geworfen zu werden, er mag Narben, Muskelkater und Büchsenbier. Was er nicht mag: Menschen, die im Zug zu den Türen drängeln, noch bevor der…

Im Herbst 2005 trat während der Frankfurter Buchmesse der legendäre Bukowski-Entdecker Carl Weissner auf. Mein Kollege Holger Reichard hatte vor, dort einen gewissen Armin Abmeier zu treffen, mit dem er seit einiger Zeit in Verbindung stand. »Komm doch mit. Das könnte auch für Dich ganz interessant sein«, köderte mich Holger. Und wie so oft hatte er recht. Es stellte sich…

»Was wirklich passiert ist, ist egal. Was ich schreibe ist wirklich passiert. Und rate mal, was? Ich bin immer der Held«, schrieb Charles Bukowski einst. Tagebücher sind so eine Sache. Besonders, wenn der Schreiber darauf spekuliert, sie eines Tages zu veröffentlichen. Es liegt nun mal in der Natur der Sache, dass die Sichtweise eines Tagebuchschreibers recht eingeschränkt ist. Gerade wenn…

»Warum gibt es so wenig interessante Menschen?«, seufzte Charles Bukowski in sein Tagebuch. »Wenn ich nur einen mal erleben könnte, der was Außergewöhnliches sagt oder tut, es würde mir das Weiterleben schon erleichtern.« Für seine Fans sind solche Worte nichts Neues. Sie kommen in fast jeder Geschichte des Autors vor. Für einen lakonischen Einzelgänger jammerte er ganz schön oft. Er…

Und ich konnte nur versuchen, ihrem Vater zu erzählen, dass seine Kinder versuchten mich umzubringen. Am Abendbrottisch oder wenn er hereinkam, um uns einen Gute-Nacht-Kuss zu geben, schüttelte ich meinen Kopf und versuchte mein Bestes um mit meinen Fingern etwas zu buchstabieren, das er verstehen konnte. Und er sagte zu seinen Kindern, »wenn ihr heute Nacht das Licht ausmacht, dann…

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