Clemens Meyer: Die Nacht, Die Lichter»Reicht dir eine Patrone, Albrecht? Hab nämlich nicht mehr so viel.«

Clemens Meyers Buch »Die Nacht, die Lichter« ist eine Sammlung von sechzehn Kurzgeschichten, in denen kleine Lichter der Hoffnung gegen die Dunkelheit der Welt ankämpfen, wobei dem Happy End konsequent aus dem Weg gegangen wird, und sei es erst im letzten Satz.

Es sind Randfiguren, die hier im Mittelpunkt stehen und die meistens alles verlieren, was ihnen wichtig ist.

Fast vermitteln die Geschichten den Eindruck einer fatalistischen Notwendigkeit des Scheiterns aller Pläne, die ein wenig an die Romane von Thomas Hardy erinnert.

Was bleibt, sind Momente der Mitmenschlichkeit und Impulse zum Guten, die selbst in den Psychen der am schwersten verletzten Protagonisten aufscheinen. Und natürlich die schön-schlichte Sprache, in der erzählt wird.

Clemens Meyer: Die Nacht, Die Lichter | Deutsch
Fischer 2008 (3. Auflage) | 272 Seiten | Jetzt bestellen

1 Kommentar

  1. Wahnsinnig gut geschrieben die Kurzgeschichten. Man denkt immer wieder, dass es diesmal gut ausgeht und erst am Ende einer Geschichte entscheidet sich deren Ausgang – jeweils leider nicht zum Happy End.
    Somit regt dieses Buch zum Denken an.

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