SEK Mordlust: Killer, Köter, KleinstadtpatenEr log, da es ihm in dieser Situation die einfachste Lösung schien und er in Zukunft noch eine ganze Menge Lügen würde verbreiten müssen. Da konnte man nicht früh genug beginnen, ein Gerüst aus Halb- und Unwahrheiten zu errichten.

Regionalkrimis sind seit einiger Zeit in Mode und bei Lesern und Autoren gleichermaßen beliebt. Die in »SEK Mordlust: Killer, Köter, Kleinstadtpaten« gesammelten Kurz-Krimis spielen in Berlin, Flensburg, Frankfurt am Main, Klagenfurt, Ludwigshafen und Ginsberg, ein fiktives Dorf, das sich überall im Mittelhessischen befinden könnte. Sie sind jedoch nicht nur für Fans von regionalem Flair interessant, sondern auch für Fans von Krimi-Parodien.

Fast jede der Geschichten besticht durch unerwartete Wendungen – manchmal gleich mehrere, wie in »Zum Sterben Schön und leider Tödlich«, manchmal durch welche in letzter Sekunde, wie in »Trophäensammler«. Gekonnt nehmen die Autoren Formeln und Figuren, Klischees und Charaktere aus dem Krimigenre aufs Korn – vom Auftragskiller über Staatsanwalt und Polizist bis hin zu Privatdetektiv und Inspektor.

Dabei darf natürlich der Krimi-Autor selbst nicht fehlen – in diesem Fall Severin Erasmus Krieger, der die einzelnen Geschichten alle miteinander verbindet, ohne selbst wirklich in Erscheinung zu treten: Ein Geheimagent versucht, Krieger seine Frau zurückzubringen, ein Staatsanwalt lässt sich bei den Ermittlungen von seinem letzten Bestseller inspirieren, ein Hunde-Entführer platzt in den Dreh von Kriegers Werbespot, eine Zeugin geht zu seiner Lesung und ein Auftragskiller bereut, Krieger den Stoff für einen seiner Romane geliefert zu haben.

Wer unterhaltsame, kurzweilige Krimis sucht, die dabei ironisch und originell sind, liegt mit »SEK Mordlust: Killer, Köter, Kleinstadtpaten« genau richtig.

SEK Mordlust: Killer, Köter, Kleinstadtpaten | Deutsch
Wurdack Verlag 2010 | 176 Seiten | Nur noch antiquarisch erhältlich

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