Ein RÜCkblick auf das 9. Jahr von www.tcboyle.de
9 Jahre www.tcboyle.de – der Countdown zum großen Jubiläum unserer Website läuft. Manch guter Wein ist nach einer so langen Zeit schon umgekippt, doch wir reifen immer noch fröhlich vor uns hin. Vielleicht deshalb, weil wir uns ordentlich bewegen. Es gab in den zurückliegenden Monaten ja auch einiges zu tun und mitzunehmen. Was ist im neunten Jahr von www.tcboyle.de passiert? Welche Höhepunkte gab es? Was ist in Erinnerung geblieben? Antworten gibt unser Jahresrückblick.

Beginnen wir mit der Frankfurter Buchmesse 2011: Da inzwischen so gut wie jeder große Verlag über eine Abteilung für Online-Marketing verfügt, irren wir dort längst nicht mehr unbeachtet zwischen grau melierten Traditionalisten umher, sondern treffen immer öfter auf Gleichgesinnte, die das, was wir auf und mit unserer Website treiben, gut einschätzen und bewerten können. Wohl auch deshalb kommen wir von den Messen in Leipzig und Frankfurt gar nicht mehr los.
Höhepunkt der Messe 2011 in Frankfurt war trotzdem bzw. umso überraschender ein Treffen mit einem grau melierten Herrn: dem Boyle-Übersetzer Dirk van Gunsteren. Schon einmal waren wir ihm begegnet, allerdings ist das schon ein Weilchen her. 2005 war es, im Schauspielhaus in Düsseldorf, nach einer Lesung Boyles im Rahmen der großen Dr.-Sex-Tour. Damals gab es nur einen kurzen Smalltalk. Im Herbst 2011 in Frankfurt plauderten wir satte zwei Stunden miteinander und erfuhren so einiges über die Arbeit an einer Boyle-Übersetzung und die Arbeit von Literaturübersetzern im allgemeinen, während Alice Schwarzer am Nebentisch ebenfalls eine angestrengte Konversation führte und die zur Höchstform auflaufene Oktobersonne den Innenhof des Messegeländes in sommerliches Licht hüllte.

Vor allem unterhielten wir uns mit Dirk van Gunsteren über den Roman »Wenn das Schlachten vorbei ist«. Anfang Februar 2012 erschien das Buch in deutscher Sprache. In den Wochen zuvor hatten wir unserer Website nach fast sechs Jahren wieder einmal einen frischen Anstrich verpasst: ein neues Logo musste her, neue Farbtöne und ein Blogsystem als Startseite.

Wir waren gerade fertig, schon rollten die Medien über den neuen Boyle-Roman hinweg, in einer Wucht, wie wir sie schon von früheren Veröffentlichungen kennen. Boyle träumte im ZEITmagazin, wurde von Kultur-TV-Größen wie Dennis Scheck und Wolfgang Herles besucht, das Österreichische Fernsehen (ORF) berichtete, die »Welt«, die FAZ, der Standard usw. usf.

Besonders gefreut haben wir uns über einen Artikel, den T.C. Boyle selber verfasste, für die Frankfurter Rundschau und die Berliner Zeitung, und in dem er auf unsere Website www.tcboyle.de verweist.
Der Artikel erschien am 13. März und regte dazu an, sich wieder mal ein bisschen mit sich selbst zu beschäftigen, und so organisierten wir zur Frühjahrsbuchmesse das allererste offizielle tcboyle.de-Treffen.

Es fand in dem Leipziger Restaurant Piccola statt. 10 Personen nahmen daran teil, aus Leipzig, Düsseldorf, Magdeburg, Halle, Braunschweig und dem Westerwald. Ein wunderbarer Abend mit exklusiver Live-Musik (ein Teilnehmer hatte seine Klarinette mitgebracht) und interessanten Gesprächen. Nur einer fehlte: der Schriftsteller, um den es ging.
Anfang Mai ließ T.C. Boyle sich nach zweijähriger Abstinenz wieder im deutschen Sprachraum blicken, mit Auftritten in Wien, Hamburg, Berlin, München, Freiburg und Zürich. Wir waren in Berlin dabei, in der Volksbühne, hatten dort aber leider nur kurz die Gelegenheit, mit T.C. Boyle persönlich zu sprechen. Immerhin lernten wir dort endlich seinen Sohn Milo kennen, der sich schon länger um www.tcboyle.com kümmert als wir um www.tcboyle.de.
Außerdem konnten wir verfolgen, wie Nachrichten entstehen. Als T.C. Boyle in Berlin seinem Fan Nummer 1, Monsieur Fons aus Luxemburg, das Angebot unterbreitete, zwei Tage später gemeinsam mit ihm im überfüllten München unter einer Brücke zu schlafen, wurde dies zu einem Thema für die ARD-Tagesthemen. Trotz dieses bemerkenswerten Medieninteresses soll man Fons in München allein unter einer Brücke gesehen haben, da man T.C. Boyle zwischenzeitlich ein Hotel angeboten hatte.

War sonst noch was im neunten Jahr von tcboyle.de? Ja, in der Tat: Unser Bücherblog, der Boylevard, erfreut sich mit inzwischen über 260 Buchvorstellungen wachsender Beliebtheit, und auf unserer Facebookseite haben sich bis heute 320 Abonnenten angesammelt. Vielen Dank an alle Verfolger.

Man könnte also sagen, 2011/2012 war eine richtig schicke Saison in der Geschichte unserer Website. Doch vergessen wir nicht das Zitat von Ned Rise auf unserer Startseite: »Wenn wo was aufgeht, muss Hefe drin sein.« Soll heißen: Wenn die Dinge zu gut laufen, liegt irgendwas Schlimmes in der Luft.
Und so erreichte uns dann auch nach dem Versenden unseres August-Newsletters die traurige Nachricht, dass unser lieber Freund und Förderer Armin Abmeier im Juli verstorben war. Was er uns bedeutete und wie sehr wir ihn vermissen werden, hat mein lieber Autorenkollege Karsten Weyershausen im wortmax Blog auszudrücken versucht.

Nun ist schon September und wir richten den Blick auf das zehnte Jahr von www.tcboyle.de. Wir erwarten Boyles nächsten Roman San Miguel, der stilistisch ein anderer sein soll als alle bisherigen. Wir werden wieder auf den Messen in Frankfurt und Leipzig unterwegs sein und warten weiterhin geduldig auf die großen Sponsoren, die es uns ermöglichen würden, Tag und Nacht an www.tcboyle.de zu arbeiten.

Beschließen möchte ich diesen Rückblick mit zwei Fragen an Euch: Soll es zur Leipziger Buchmesse wieder ein tcboyle.de-Treffen geben? Und was erwartet Ihr von unserer Website im Jubiläumsjahr Nummero 10? Buchverlosungen? Bestimmte Berichte? Nackte Webmaster, die auf Tischen tanzen?

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Man könnte sagen, 2011/2012 war eine richtig schicke Saison in der Geschichte unserer Website. Doch vergessen wir nicht das Zitat von Ned Rise auf unserer Startseite.
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