VON TILL BURGWÄCHTER
Wenn im Jahr 2012 der Name Maya fällt, dann denkt leider niemand mehr an diese kesse sprechende Honigbiene mit ihrem grenzdebilen Kumpel Willi (der übrigens nur für die Trickfilmreihe erfunden wurde und in den Originalbüchern gar nicht auftaucht), sondern an dieses olle Indianervolk, das um ca. 2.800 vor Christus irgendwo zwischen den heutigen Staaten Mexiko und Honduras aus irgendwelchen Löchern kroch und sich anschickte, die Welt mit mathematischen Superformeln, exakten Himmelsdeutungen, komplizierten Bewässerungssystemen und unfassbar hässlichen Vasen zu einer besseren zu machen. Mit anderen Worten, die Maya waren ausgemachte Streber, die alles besser wussten und von anderen Völkern auf dem Schulhof wahrscheinlich ordentlich was auf die Mappe bekommen hätten, wenn die Volksschule denn schon erfunden worden wäre.

Den größten Klopfer leisteten sich die hochkulturbegabten Mittelamerikaner allerdings mit ihren tollen Kalendern, die die westliche Welt seit vielen Jahrhunderten zu entschlüsseln versucht. Es gibt regelrechte Forschergruppen, die den ganzen Tag nichts anderes machen, als auf diese Kalender zu starren und versuchen, etwas für unsere Realität abzuleiten. Da lacht doch der Azteke, und der > Inka wundert sich. Schließlich hat das Naturvolk weder Facebook noch den Tod von Steve Jobs vorhergesehen, und den eigenen Fastuntergang durch die Ankunft der Spanier im 16. Jahrhundert schon mal gar nicht.
Väter, Völker und Vandalen -
Ein Parforce-Ritt durch die Geschichte der beliebtesten Volksstämme
Eskimos küssen mit der Nase, Indianer lesen Spuren, Wikinger saufen Met, und die Germanen hauen alles kaputt. Das sind die Klischees, mit denen sich einige der beliebtesten Volksstämme dieses Planeten herumschlagen müssen. Aber stimmt das wirklich? Und warum ist das so? Stecken vielleicht ganz andere Dinge hinter diesen Ritualen, als uns historische und moderne Geschichtsschreibung glauben machen möchten?

Till Burgwächter wusste das bisher leider auch nicht. Aber er hat sich die Mühe gemacht und ist (am Computer) durch die Welt gereist. Er traf Eskimos, die keinen Fisch mögen. Und Indianer, die die Spur des Hirsches nicht von der eines Traktors unterscheiden können. Mithilfe dieser Eindrücke und neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse (Wikipedia) hat er ein Buch verfasst, das die bisherige Geschichtsschreibung nichtig macht. Oder sie zumindest sinnlos ergänzt. Nichtsdestotrotz gehört »Väter, Völker und Vandalen« in jede Schul- und Unibibliothek und auf den Schreibtisch eines jeden Hobbyhistorikers. Denn hier werden nicht nur lahme Zahlen und Fakten geliefert, die ohnehin nicht auf der mentalen Festplatte gespeichert werden. Es sind die (zum Teil frei erfundenen) Absonderlichkeiten, die das Salz in der Suppe der Kannibalen ausmachen.
Väter, Völker und Vandalen - Leseprobe
(PDF-Download, 18 Seiten, 725 KB) |
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Zitat
Wer im heutigen Verwaltungsgebiet der Germanen die oralen Auswürfe von Bayern, Schwaben und Krabbenpulern miteinander vergleicht, kann ermessen, dass Ähnlichkeit relativ ist.
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Väter, Völker und Vandalen -
Ein Parforce-Ritt durch die Geschichte
der beliebtesten Volksstämme
von Till Burgwächter
Verlag Andreas Reiffer, April 2012
96 Seiten, Covergestaltung: Patrick Schmitz
ISBN 978-934896-68-0
Seitenwechsel
Verlag Andreas Reiffer
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