| Schade, dass Du endlich weg bist! |
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| Trennungs-Tröstbuch von Karsten Weyershausen und Michael Völkel |
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Das Trennungs-Tröstbuch belegt, was wir schon immer geahnt haben: Die Liebe ist eine seltsame Erfindung!
In 20 hochdramatischen Liebesgeschichten erfährt der Leser, wie Picasso Frauen in den Selbstmord getrieben hat, wie sich das selbst ernannte Genie Salvador Dalí von seiner Frau Gala gängeln ließ, unter welch dramatischen Umständen Oscar Wilde im späten Alter ans andere Ufer wechselte und wie Tolstoi selbst im Greisenalter seine Frau Sofia leiden ließ. Außerdem wissenswert: wie Richard Burtons Liebe zu Liz Taylor seine Karriere zerstörte und wie Dramatiker Joe Orton von seinem langjährigen Gefährten Kenneth Halliwell aus Eifersucht getötet wurde, außerdem alles über Mia Farrows Rache an Woody Allen und ein von Fleischspießen durchbohrtem Valentinsgeschenk.
All diese Liebesgeschichten haben eines gemeinsam: Sie begannen traumhaft und endeten als Alptraum.
Wie heißt es in Woody Allens »Stadtneurotiker«?: »Alvy, lass uns zusammenbleiben. So richtig für immer und ewig.« – »Nein, Annie. Für solche Kindereien sind wir inzwischen zu erwachsen.«
Dazu gibt es eine Reportage über die erste Liebeskummer-Praxis Deutschlands, einprägsame Zitate aus Filmen, Foren, Ratgebern und Romanen, eine Liste der bewegendsten Trennungs-Songs und viele Kuriositäten: Merkwürdige Gesetze, seltsame Scheidungsgründe, sonderbare Sitten und Rituale, eine kleine Auswahl vergessener Werbeanzeigen (z. B. für Aphrodisiaka), einige gemeine Cartoons und Vorstellungen von Produkten, bei denen man sicher sein kann: Wenn man hier zugreift, hat man es geschafft: Man ist auf dem Tiefpunkt.
Damit man bei so viel Drama und Liebesleid nicht selbst zum Strick greift, wurden alle Texte mit einer gehörigen Portion Ironie verfasst. Denn wie so oft ist in vielen Fällen der Übergang vom Drama zur Komödie fließend. »Schade, dass du endlich weg bist« ist der unverzichtbare Lebensretter für enttäuschte Romantiker, die immer wieder auf die Nase fallen und es doch stets aufs Neue versuchen. Das perfekte Abschiedsgeschenk und ideale Tröstbuch für Menschen mit Liebeskummer!
Alles raus, was lächelt
Wer hier zugreift, hat's geschafft: Er ist auf dem Tiefpunkt.
Singletapete
»Geh ins Zimmer und unterhalte dich mit den Wänden«: Ein Satz, den viele noch aus ihrer letzten Beziehung kennen. Mit der Singletapete der Innenarchitektinnen Susanne Schmidt und Andrea Baum bekommt das Ganze eine neue Qualität. Eine angenehme Ablösebeziehung: Krümelt nicht, riecht nicht streng und hört sich alles an. Da sagt man doch gerne: Tschüss bis morgen. Beim ersten New Walls Wettbewerb 2002 erhielt die Tapete übrigens den Sonderpreis der Jury. Wählen kann man zwischen vier verschiedenen Frauentypen (auf einem Stuhl sitzend, auf dem Sofa liegend oder stehend) und sympathischen Männern, die zum Beispiel auf einem Sessel sitzen und ein Plattencover anschauen.
Wannenstöpsel Mr. Suicide
Was macht ein schwuler Regenwurm im Salat? Er schmeißt erstmal die Schnecken raus. Ähnlich konsequent sollten Beziehungsgeschädigte mit ihren Badewannenfiguren sein: Alles raus, was lächelt. Her mit Gleichgesinnten. Entwickelt hat den depressiven Wannenstöpsel Alessi-Designer Massimo Giacon - frei nach Franz Kafkas Einsicht: »Die Welt ist nicht geheizt.« Information am Rande: Majoran wirkt Lust hemmend. Es wurde früher in Klöstern häufig als Badezusatz benutzt.
Kissen »Flenn doch«
Zufluchtsort Bett? Tagelang liegen und aus dem Fenster starren? Das ist laut Psychologin Gerti Senger eine Mutterleibsregression: »Es ist still, warm, weich und dunkel. Ein Zustand der Spannungsfreiheit, Bedürfnislosigkeit und Sicherheit.« Falls doch Spannungen entstehen, hilft das von Karen Olze und Gisa Wilkens designte Kissen »Flenn doch« mit integriertem Kleenex-Spender. Zum Nachfüllen einfach den Reißverschluss öffnen.
Die ultimative DVD für Singles
Die ersten fünf Minuten der DVD erinnern an einen Krimi: Eine Tür schlägt, man hört Schritte, sieht Schatten, doch niemand kommt ins Zimmer. In der restlichen Stunde folgen dann Küchen- und Badezimmergeräusche, Staubsaugen und vieles mehr - während der Blick unablässig auf einen Wohnungsflur mit Aquarium und bewegtem Kamin fällt. Wer da nicht depressiv wird, der hat noch Reserven. Dazu gibt's zwei Stunden Audio-Sound. Anspieltipps: »Noch kurz Zeitung lesen«, »Schnell noch den Brief in den Computer tippen« und »Jeder muss mal«. Unsere Tipps für Volume 2: Schnarchen, das klingt wie der Besuch eines Sägewerks, das Aufschlagen von Schuhen, die betrunken in den Flur geworfen werden, und einige Sprachtracks: »Woran denkst du?«, »Es ist nichts«, »Wo warst du?«, »Ich kann alles erklären«, »Kannst du nicht mal deine Sachen wegräumen?«, »Du hörst mir überhaupt nicht zu«, »Warum hast du den Deckel nicht auf die Tube geschraubt?«, »Das ist wieder typisch für dich«, »Findest du, ich bin zu dick?«, »Wir müssen mal reden« und leises Schluchzen.
Backform »Back dir deinen Traummann«
90-60-42: So sieht anscheinend der Traummann von Anna Nicole Smith aus: 90 Jahre alt, 60 Millionen auf dem Konto und 42 Grad Fieber. Wer andere Vorstellungen hat, kann sie mit dieser Backform inklusive Backmischung umsetzen. »Einfach anmachen, backen und vernaschen«, heißt es auf der Verpackung. Steht man eher auf mediterrane Typen, lässt man den Mann einfach drei Stunden im Ofen. Was die Hersteller verschweigen: Der Traummann verkrümelt sich ziemlich schnell. Traumprinzenknete »mit magischer Anleitung« kann man übrigens auch kaufen. Schade, dass sie nicht aus Hanf gemacht wurde. Dann hätte man sie wenigstens in der Pfeife rauchen können. |
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