wortmax Sachbuch

Beim Kiffen aus der Wasserpfeife musste ich immer husten, und wenn ich andere psychoaktive Substanzen nahm, bekam ich es meist mit der Angst zu tun, musste an den Tod des Sokrates denken und begann, die Sterbeszene aus Platons Phaidon im Original zu zitieren (»Ō Kríton, éphe, tō Akslepiō opheílomen alektryóna«), was meine Co-Drogisten zwar irgendwie beeindruckte, aber doch den Eindruck…

»Eine Art und Weise, kreativ zu sein, besteht darin, einmal genau und ehrlich zu beobachten, was wir tief im Innern glauben – und dann das Gegenteil davon anzunehmen.« Sollte es im Leben darum gehen, glücklich zu sein? Nein, meinen die Autoren von »Von Natur aus kreativ«. Vielmehr sei der Mensch »so gemeint«, kreativ zu sein. Als einen der Hauptantriebe für…

Doch wenn Menschen so gut in der Lage waren, Tierarten nach Belieben zu manipulieren, warum liefen dann Versuche zur Verbesserung der menschlichen Rasse immer auf Mord und Totschlag hinaus? In der Geschichtsschreibung hängt fast alles von der Perspektive ab. Frank Westerman, Journalist und Meister der literarischen Reportage, der zudem noch Agrarwissenschaften studiert hat, verfolgt in »Das Schicksal der weißen Pferde«…

Ein Dienstleister kann seine Arbeit nicht so gesund hassen, wie es einmal ein Fabrik- und Fließbandarbeiter tun konnte. In »Leben im Büro« wirft Christoph Bartmann, »Angestellter aus Leidenschaft«, wie es im Klappentext heißt, einen originellen, kritischen und teilweise auch amüsanten Blick auf die moderne Arbeitswelt all jener, die als Festangestellte in Büros arbeiten. Er zeichnet die Geschichte des Büros, der…

Ich setze mich für einen Moment in die Küche, weine ein bisschen und rauche eine American Spirit gelb, um meine Nerven zu beruhigen - das sagen Raucher übrigens immer. Seitdem Jörg nur noch ganz leise sprechen kann, horche ich immer auf das Klingeln der Glocke, die ich ihm an den so genannten Bettgalgen gehängt habe. Es ist schwierig für einen…

»Was wirklich passiert ist, ist egal. Was ich schreibe ist wirklich passiert. Und rate mal, was? Ich bin immer der Held«, schrieb Charles Bukowski einst. Tagebücher sind so eine Sache. Besonders, wenn der Schreiber darauf spekuliert, sie eines Tages zu veröffentlichen. Es liegt nun mal in der Natur der Sache, dass die Sichtweise eines Tagebuchschreibers recht eingeschränkt ist. Gerade wenn…

Die Wegbereiter der Bewegung aber waren Männer. Mehr als um die Emanzipation der Frauen geht es ihnen um ihre eigene Befreiung. In »Die intellektuelle Ehe: Der Plan vom Leben als Paar« zeigt Hannelore Schlaffer auf durchgehend hohem Niveau einen Ausschnitt aus der Geschichte der Philosophien und Philosophen bzw. Schriftsteller, die sich mit der Ehe und dem Zusammenleben als Paar beschäftigt…

Es gibt Bücher, von denen man fürs Leben lernen kann. Weisheitsliteratur nannte Bestsellerautorin Erica Jong so was. Hier meine Lehre aus »Licht, Schatten und Bewegung«: Wenn ein Mann von kleiner Statur ist und schon ganz früh keine Haare mehr auf dem Kopf hat, sollte er besser Filmregisseur werden, wie Volker Schlöndorff. In seiner erstaunlich offenherzigen Autobiografie berichtet er über seine…

Wichtig ist, dass man um dich herum freundlich redet. Dann geht vieles. Altern ist ein Thema, das in der Literatur bisher noch lange nicht ausreichend beschrieben ist, besonders wenn man bedenkt, dass es, zumindest in den westlichen Gesellschaften, in Zukunft sehr viel mehr alte als junge Menschen geben wird. Mit »Der alte König in seinem Exil« hat Arno Geiger jetzt…

Wenn ich bei schönem Wetter in der Sonne sitze, statt brav an meinem Arbeitstisch, denke ich oft mit schlechtem Gewissen an einen Comic-Strip von Charles M. Schulz: Charlie Brown wundert sich, dass er einfach nichts von all dem schafft, was er sich vorgenommen hat. Warum nur? Im letzten Bild sieht man ihn träge vor dem Fernseher sitzen. Das interessante Buch,…

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