wortmax Sachbuch

Ein Dienstleister kann seine Arbeit nicht so gesund hassen, wie es einmal ein Fabrik- und Fließbandarbeiter tun konnte. In »Leben im Büro« wirft Christoph Bartmann, »Angestellter aus Leidenschaft«, wie es im Klappentext heißt, einen originellen, kritischen und teilweise auch amüsanten Blick auf die moderne Arbeitswelt all jener, die als Festangestellte in Büros arbeiten. Er zeichnet die Geschichte des Büros, der…

Ich setze mich für einen Moment in die Küche, weine ein bisschen und rauche eine American Spirit gelb, um meine Nerven zu beruhigen - das sagen Raucher übrigens immer. Seitdem Jörg nur noch ganz leise sprechen kann, horche ich immer auf das Klingeln der Glocke, die ich ihm an den so genannten Bettgalgen gehängt habe. Es ist schwierig für einen…

»Was wirklich passiert ist, ist egal. Was ich schreibe ist wirklich passiert. Und rate mal, was? Ich bin immer der Held«, schrieb Charles Bukowski einst. Tagebücher sind so eine Sache. Besonders, wenn der Schreiber darauf spekuliert, sie eines Tages zu veröffentlichen. Es liegt nun mal in der Natur der Sache, dass die Sichtweise eines Tagebuchschreibers recht eingeschränkt ist. Gerade wenn…

Die Wegbereiter der Bewegung aber waren Männer. Mehr als um die Emanzipation der Frauen geht es ihnen um ihre eigene Befreiung. In »Die intellektuelle Ehe: Der Plan vom Leben als Paar« zeigt Hannelore Schlaffer auf durchgehend hohem Niveau einen Ausschnitt aus der Geschichte der Philosophien und Philosophen bzw. Schriftsteller, die sich mit der Ehe und dem Zusammenleben als Paar beschäftigt…

Es gibt Bücher, von denen man fürs Leben lernen kann. Weisheitsliteratur nannte Bestsellerautorin Erica Jong so was. Hier meine Lehre aus »Licht, Schatten und Bewegung«: Wenn ein Mann von kleiner Statur ist und schon ganz früh keine Haare mehr auf dem Kopf hat, sollte er besser Filmregisseur werden, wie Volker Schlöndorff. In seiner erstaunlich offenherzigen Autobiografie berichtet er über seine…

Wichtig ist, dass man um dich herum freundlich redet. Dann geht vieles. Altern ist ein Thema, das in der Literatur bisher noch lange nicht ausreichend beschrieben ist, besonders wenn man bedenkt, dass es, zumindest in den westlichen Gesellschaften, in Zukunft sehr viel mehr alte als junge Menschen geben wird. Mit »Der alte König in seinem Exil« hat Arno Geiger jetzt…

Wenn ich bei schönem Wetter in der Sonne sitze, statt brav an meinem Arbeitstisch, denke ich oft mit schlechtem Gewissen an einen Comic-Strip von Charles M. Schulz: Charlie Brown wundert sich, dass er einfach nichts von all dem schafft, was er sich vorgenommen hat. Warum nur? Im letzten Bild sieht man ihn träge vor dem Fernseher sitzen. Das interessante Buch,…

... wenn wir die Rache nicht verstehen, verstehen wir uns selbst nicht. »Rache ist eine Speise, die man kalt genießt« ist kein Buch über Rache in unserem Alltag oder ein Ratgeber, wie man sich am besten rächt oder mit Rachegefühlen umgeht. Stattdessen zeichnet es die Geschichte der Rache anhand von literarischen und filmischen Kunstwerken nach – von der griechischen Antike…

Le Clézio erzählt in diesem autobiographischen Buch eine Geschichte seiner Herkunft. Er setzt sich mit seinen Wurzeln, der Abstammung seiner Familie aus Mauritius auseinander, erzählt von seinen Eltern, und er erzählt die Geschichte seines Aufwachsens in Nigeria, wohin er in seinem achten Lebensjahr mit seiner Mutter und seinem Bruder reist. Er setzt sich in diesem Buch mit seinem Vater auseinander,…

In früheren Zeiten wäre Werner Herzog vielleicht der spanischen Inquisition beigetreten. Er hat etwas von der Aura eines Fanatikers an sich, der in seinem Eifer sämtliche Grenzen überschreitet. Fast all seine Filme basieren auf grandiosen Visionen, die jedoch letztendlich enttäuschen. Nehmen wir zum Beispiel seinen bekanntesten Streifen »Fitzcarraldo« (1981): Ein Exzentriker, der im Urwald ein Opernhaus bauen will, lässt in…

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