Brian K. Vaughan & Tony Harris: Ex MachinaDie Serie »Ex Machina« handelt von Mitchell Hundred, der durch die Berührung mit einer außerirdischen Technik plötzlich in der Lage ist, mit Maschinen aller Art zu kommunizieren und ihnen Befehle zu erteilen. Zunächst versucht er, seine Kräfte als Superheld einzusetzen und ist mit einem Raketentriebwerk auf dem Rücken unterwegs. Eine mehr als deutliche Anlehnung an »Rocketeer«.

Als »Great Machine« hat er am 11. September 2001 direkt am World Trade Center eingegriffen. Allerdings richtet er im Laufe seiner kurzen Superheldenkarriere beträchtlichen Schaden an. Deshalb kandidiert er für das Bürgermeisteramt und versucht auf politischem Wege, der Stadt zu helfen. Seine engsten Vertrauten sind der russische Emigrant Kremlin, der ihn bei seiner technischen Ausrüstung unterstützt, und sein Leibwächter Bradbury.

»Ex Machina« ist eine unglaublich vielschichtige Mischung aus Politthriller, Superheldencomic und Sozialkritik. Eine ernsthafte, gelegentlich auch verstörend brutale Geschichte vom Aufstieg und Wandel von Mitchell Hundred, die trotz der Superhelden-Prämisse mit beiden Beinen in der realen Welt steht. Probleme der Stadtpolitik wie Streik, Umweltverschmutzung und Verbrechen werden ebenso thematisiert wie die Bedrohung durch Serienkiller und Verschwörungen.

Brian K. Vaughan wurde durch »Y – The Last Man« zu einem der besten und beliebtesten Comic-Autoren. Für mich bleibt allerdings »Ex Machina« sein Meisterwerk. Ein weiteres Beispiel dafür, wie anspruchsvoll und herausfordernd die Comicwelt jenseits von Knollennasen und Kulleraugen sein kann.

Brian K. Vaughan & Tony Harris: Ex Machina | 8 Bände
Original: Vertigo | Deutsch: Panini 2007 – 2012

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