Beiträge von Mariel Reichard

»›Desintegriert euch!‹ von Max Czollek ist das Buch, das ich euch zwingen würde zu lesen, dieses Jahr (wenn ich könnte und dürfte)«, schrieb Sophie Passmann vor einigen Monaten auf Instagram. Nun gut, wenn Frau Passmann Bücher empfiehlt, braucht es bei mir meist nicht besonders viel Zwang, um zumindest mal einen Blick in die entsprechende Lektüre zu werfen. Der erste Blick…

Dieses Mal kann ich behaupten, das letzte Jahr bestmöglich abgeschlossen und das neue bestmöglich begonnen zu haben. Dazu brauchte es keine guten Vorsätze, sondern nur ein gutes Buch: »Die letzten Tage des Patriarchats« von Margarete Stokowski. Wie der Titel schon verrät, geht es viel um Feminismus und Sexismus, aber auch um Rechtsextremismus, Medien und Männer. Im Grunde geht es um…

Benedikt Jäger ist ein ganz normaler Jugendlicher. Er geht zur Schule, spielt leidenschaftlich gern Tennis, verbringt viel Zeit mit seinen Freunden und testet gelegentlich seine Grenzen aus. So weit, so gut. Auch der Ort, in dem er lebt, hat nicht so viel zu bieten. Weder klein, noch groß, weder besonders spannend, noch besonders langweilig. Es sind die klassischen Teenager-Probleme, die…

Wer ist schuld am Tod des Großvaters? Der alte Schmil Grigorewitsch wurde verraten und zum Tode verurteilt und dieses Wissen lastet schwer auf der hinterbliebenen Familie. Diese hat sich mittlerweile in der ganzen Welt zerstreut: einige blieben in Russland und weiteren Teilen der Sowjetunion, während wiederum andere die Flucht in den Westen wagten. Trotz der Distanzen schwebt über ihnen das…

Das Känguru ist wieder da! Endlich wieder Humor á la Marc-Uwe Kling und dazu braucht es nicht mehr, als ein kommunistisches Beuteltier, einen Kleinkünstler und ein bisschen Frechheit. Es geht um Geschäftsideen, Tekhnítephobie, Entscheidungsmomente und die üblichen Schwächen zwischenmenschlicher Kommunikation. Es wird sich beschwert über Fake News, Nazis und Verfassungsschutz, Ausbeutung und die SPD. Es finden Spieleabende statt, Diskussionen und…

Henning ist Vater von zwei Kindern, verheiratet und macht zurzeit mit seiner Familie Urlaub auf Lanzarote. Kurz vor Weihnachten überfiel ihn die Idee während der Feiertage in den Süden zu fahren, um dem deutschen Winterwetter für einige Zeit zu entgehen. Nun ist Weihnachten vorbei, Silvester ebenso, und um das neue Jahr gleich mit einem guten Vorsatz zu beginnen, will er…

Erzählt wird die Geschichte einer Familie, die vom Balkan nach Zürich migriert ist. Die beiden Schwestern Ildikó und Nomi wachsen in zwei Gesellschaften auf, die innerhalb eines Kontinents wohl kaum unterschiedlicher sein könnten. Auf der einen Seite steht ihre Kindheit in der Vojvodina (heutiges Serbien) mit ihrer liebevollen Großmutter, vielen Tieren und einer umfangreichen Verwandtschaft. Die ganze Region ist immer…

Vor ein paar Tagen veröffentlichte die Wochenzeitung Die Zeit einen Kanon mit 100 Persönlichkeiten, die man kennen sollte - mit über 90 Männern vergaß die Zeitung dabei leider, dass es mehr als ein Geschlecht gibt. Diesen misslichen Umstand nahm Der Spiegel daraufhin zum Anlass, einen Kanon mit 100 Frauen zu erstellen, die man kennen sollte. Der Artikel ist nicht nur…

Wie unterscheidet sich die Kindheit eines Kanzlersohns von der eines anderen Kindes? Diese Frage stelle ich mir, als ich das kleine Buch von Matthias Brandt zur Hand nehme. Die Antwort: eigentlich kaum. Was Brandt hier beschreibt, sind nicht die besonderen Ereignisse oder Anlässe, die ihm als Kanzlersohn zuteil wurden, sondern einfache Kindheitserinnerungen, die uns allen vertraut vorkommen werden: der Tod…

»Dazwischen: Ich« erzählt die Geschichte des Mädchens Madina, das mit seiner Familie vor Krieg und Gewalt geflohen ist und ein neues Leben anfangen will. Doch die Bilder der Vergangenheit holen sie immer wieder ein: ihre Oma, die nicht mitkommen konnte und immer noch im Kriegsgebiet lebt, ihre Freundin, die vor ihren Augen gestorben ist und die vielen, vielen Verletzten, um…

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